Tatverdächtiger stellte sich

Samstagabend erschien ein 48-Jähriger beim Kriminaldauerdienst in Kiel und berichtete den Beamten von einer körperlichen Auseinandersetzung, die er mit seinem Bekannten in dessen Wohnung in der Muhliusstraße gehabt haben wolle. Mehrere Streifenwagenbesatzungen fanden den schwerverletzten 59-Jährigen kurze Zeit später in dessen Wohnung. Der Mann verstarb trotz intensiver Bemühungen von Rettungskräften und einem Notarzt.

Der offensichtlich alkoholisierte 48-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und soll noch im Verlauf des Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter am Amtsgericht Kiel vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft Kiel und das Kommissariat 11 der Bezirkskriminalinspektion Kiel haben die Ermittlungen aufgenommen.

Zu dem Motiv und den Begleitumständen der Tat können zur Zeit noch keine Angaben gemacht werden.

Um 15.000 Euro betrogen

Wieder schlugen „Falsche Polizeibeamte“ zu. Dieses Mal überredeten sie eine 87-jährige Frau aus Kiel, ihnen 15.000 Euro zu übergeben. Da die Ermittlungen des Kommissariats 12 der Kieler Kripo noch laufen, werden bestimmte Details nicht bekannt gegeben.

Sehr wahrscheinlich versuchte die Geschädigte jedoch, ein zweites Mal einen großen Geldbetrag zu übergeben. Das fiel einem Mitarbeiter ihrer Hausbank auf, der dann auch die Polizei hinzuzog.

Die Polizei bittet erneut darum, mit Eltern und Großeltern über diese Masche zu sprechen.

Folgendes Vorgehen kann Betrüger am Telefon abwehren: Ausatmen. Auflegen. Anrufen: 110.

Diese drei Wörter beginnen jeweils mit einem „A“, weshalb sie auch die drei A´s genannt werden:

Ausatmen. Die Angerufenen sollten innehalten, sich orientieren und auf ihre Atmung konzentrieren. Das hilft, Abstand zur Situation zu bekommen um sich klar zu machen, dass hier gerade gerissene Straftäter anrufen. Die Polizei wählt im wahrsten Sinne des Wortes diesen Weg nämlich nicht.

Auflegen. Es ist erforderlich, die Verbindung technisch zu trennen. Das gelingt nur über das Auflegen.

Anrufen. Anschließend sollte über den Polizeiruf 110 die richtige Polizei informiert werden. Diese leitet sofort die erforderlichen Maßnahmen ein.

Die drei A´s können helfen, Straftaten zu verhindern.

Polizei sucht Zeugen

In der vergangenen Nacht kam es auf Höhe der „Seebar“ in Kiel zu einem Überfall, bei dem ein 25-Jähriger verletzt wurde. Der Mann war zwischen 00.30 Uhr und 01.30 Uhr zu Fuß unterwegs, als ihn zwei Männer ansprachen. Eine der Personen fragte ihn zunächst nach einer Zigarette, dann versperrten ihm beide mit ihren Fahrrädern den Weg. Der Geschädigte stürzte über die Fahrräder und fiel auf den Boden. Nun begannen die Männer auf ihn einzutreten und Geld zu fordern. Nachdem ihm eine kurze Flucht gelang, holten ihn die Täter wieder ein, schlugen ihm ins Gesicht und traten ihn. Daraufhin gab der Mann sein schwarzes Lederportemonnaie mit Bargeld und persönlichen Papieren sowie sein Handy an die Angreifer heraus. Die Täter flüchteten dann mit ihren Hollandrädern in Richtung Elendsredder. Der erste Täter soll blonde kurze Haare haben, ca. 1,88 Meter groß sein und ein weißes Tanktop/Unterhemd getragen haben. Die zweite Person wird ebenfalls als männlich und mit schwarzen schulterlangen Haaren beschrieben. Beide Personen sprachen deutsch.

Durch die Tat hat der Geschädigte Verletzungen im Gesicht und Halsbereich erlitten.

Die Kriminalpolizei Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder der Tat machen können. Hinweise nehmen die Beamten unter der Nummer 0431 / 160 3333 entgegen.

Betrügerische Dachdecker sind unterwegs

In den vergangenen Tagen sind in Kronshagen vermehrt betrügerische Dachdecker aufgefallen. Die Kriminalpolizei warnt und bittet um Hinweise.

Mehrere Kronshagener Bürger meldeten sich bei der Polizei und teilten mit, dass ihnen von vermeintlichen Dachdeckern scheinbar günstige Arbeiten angeboten worden seien. Die Mitarbeiter der Firma seien direkt an den Wohnanschriften aufgetaucht und hätten an der Haustür entsprechende Angebote, zum Beispiel zur Reparatur von Dächern gemacht. Die Firmenwagen der Dachdecker hätten Osnabrücker (OS) beziehungsweise Neumünsteraner (NMS) Kennzeichen gehabt.

Die Erfahrung der Kriminalpolizei zeigt, dass diese (Schwarz-)Arbeiten oftmals minderwertig durchgeführt werden und die Firmen im Nachhinein deutlich höhere Preise für die Arbeiten verlangen als ursprünglich vereinbart. Die Polizei weist darauf hin, dass renommierte Firmen keine Angebote an der Haustür machen und ordnungsgemäße Rechnungen ausstellen.

Personen, die ebenfalls gleichartige Angebote erhalten haben oder denen die Wagen der Firma aufgefallen sind, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0431 / 160 3333 mit der Kieler Kriminalpolizei in Verbindung zu setzen.

Schüsse auf PKW

Am Montag, 21. Mai, schoss gegen 21.30 Uhr ein der Polizei bekannter Mann aus einem weißen Porsche 911 Turbo S mit VER-Kennzeichen heraus auf den Fahrer eines champagnerfarbenen Toyota Verso mit RD-Kennzeichen. Der 38-jährige Porschefahrer war in Fahrtrichtung Kiel unterwegs und ist noch flüchtig. Er verließ die Autobahn am Zubringer Mettenhof. Nach ihm wird derzeit gefahndet. Er soll mindestens zwei Male auf den 30-jährigen Geschädigten geschossen haben. Hintergrund der Tat soll ein Streit innerhalb der betroffenen Familie sein.

Im Bereich der Abfahrt BAB 215/Blumenthal verlor der Führer des Toyota beinahe die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr über den Grünstreifen der Abfahrt. Im weiteren Verlauf kam es in Richtung Kiel dann zu einer wilden Verfolgungsjagd zwischen den beiden Fahrzeugen. Diese müsste von anderen Verkehrsteilnehmern beobachtet worden sein, die gebeten werden, sich bei der Polizei unter der Telefonummer 0431/ 160 3333 zu melden.

Die Mordkommission der Kieler Kriminalpolizei hat unter Führung der Staatsanwaltschaft Kiel die Ermittlungen aufgenommen.

Vier Wochen alter Säugling getötet

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist ein vier Wochen alter Säugling in einer Wohnung in der Rendsburger Landstraße zu Tode gekommen. Als dringend tatverdächtig gilt der 19 Jahre alte Vater des Mädchens. Er befindet sich derzeit im Polizeigewahrsam und soll auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter vorgeführt werden.

Nach jetzigem Ermittlungsstand der Kieler Mordkommission kam es gegen 03.45 Uhr zu der Tat durch den alkoholisierten Tatverdächtigen. Die Polizei wurde zunächst alarmiert, da der 19 Jahre alte Deutsche in der Wohnung randalieren sollte. Bei Eintreffen der Beamten des 3. Reviers fanden diese das vier Wochen alte Kind derart schwer verletzt vor, dass eine sofortige Reanimation zunächst durch die eingesetzten Beamten und anschließend durch einen Notarzt erfolglos blieb. Eine Obduktion des Säuglings soll Klarheit über die Todesursache bringen.

Der Vater des Kindes konnte in dem Mehrfamilienhaus angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Er war deutlich alkoholisiert und stand offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Die Mutter und weitere Angehörige des Säuglings werden durch ein Kriseninterventionsteam (KIT) betreut. Die eingesetzten Polizeibeamten und die Angehörigen des Rettungsdienstes der Kieler Berufsfeuerwehr werden ebenfalls betreut.

Zeugen gesucht

Montagnachmittag ist es in Höhe des Exerzierplatzes zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen, bei dem mehrere Jugendliche auf einen am Boden liegenden Mann einschlugen und -traten. Der Konflikt bahnte sich zuvor bereits in einem Linienbus an. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Nach Angaben des 32 Jahre alten Geschädigten habe dieser gegen 15 Uhr an der Haltestelle „Alsenstraße“ den Bus der Linie 51 betreten. An der Haltestelle „Kunsthochschule“ sei eine Gruppe von fünf bis sechs Personen eingestiegen, die ihn zunächst verbal provoziert habe. Als er an der Haltestelle „Dammstraße“ ausgestiegen sei, seien die Jugendlichen ebenfalls ausgestiegen. Einer der Jugendlichen habe ihn in Höhe des Exerzierplatzes niedergeschlagen, so dass er zu Boden ging. Am Boden liegend hätten die weiteren Jugendlichen auf ihn eingeschlagen und -getreten, bis zwei Passanten die Situation erkannten und eingriffen. Anschließend sei die aus fünf bis sechs Personen bestehende Jugendgruppe geflüchtet. Er selbst ging zuerst nach Hause und informierte erst anschließend die Polizei.

Die Beamten des 2. Reviers werten derzeit die Aufnahmen der Überwachungskamera des Busses aus, um die Täter zu ermitteln. Des Weiteren sind sie auf der Suche nach Zeugen des Vorfalls bzw. Fahrgästen der Linie 51, die zwischen den Haltestellen Kunsthochschule und Dammstraße die verbale Auseinandersetzung mitbekommen haben. Insbesondere gesucht werden die beiden Passanten, die während der gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung eingegriffen haben. Hinweise nehmen die Beamten unter der Rufnummer 0431 / 160 1210 entgegen.

Bei dem Haupttäter soll es sich um einen etwa 16 Jahre alten, circa 170 – 175 cm großen und schlanken Jugendlichen mit insgesamt deutschem Erscheinungsbild, kurzen, dunkelblonden Haaren handeln, der mit einer weinroten Daunenjacke und einer dunklen Jeans bekleidet gewesen sein soll. Zu den übrigen Gruppenmitgliedern konnte der Geschädigte lediglich angeben, dass diese etwa gleich alt und vermutlich ausländischer Abstammung seien. Alle hätten schwarze Haare gehabt.