Kieler Instrument zeigt – bemannte Marsmissionen möglich

Um Astronautinnen und Astronauten zum Mars schicken zu können, ist es entscheidend, die Strahlung innerhalb eines Raumschiffs während der Reise durchs All zu kennen. Jetzt sind die ersten Daten des von Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)

Bildunterschrift: Unendliche Weiten: Mehrere 100 Millionen Kilometer legt „Curiosity“ zurück. An Bord eine von Kieler Forschenden entwickelte Senoreneinheit. Bild: NASA/JPL-Caltech

Unendliche Weiten: Mehrere 100 Millionen Kilometer legt „Curiosity“ zurück. An Bord eine von Kieler Forschenden entwickelte Senoreneinheit.
Bild: NASA/JPL-Caltech

entwickelten Strahlenmonitors RAD (Radiation Assessment Detector) an Bord des Marsrovers „Curiosity“ ausgewertet. Die Daten, die auf dem Weg zum roten Planeten gemessen wurden, zeigen: Bemannte Missionen sind machbar. Im renommierten Fachmagazin Science wurden heute (Freitag, 31. Mai) die ersten Ergebnisse veröffentlicht.

Die Strahlung, die RAD auf dem 253 Tage dauernden unbemannten Flug zum Mars gemessen hat, entspricht der Strahlung, der eine Astronautin oder ein Astronaut im Raumschiff ausgesetzt sein würde. „Zwei Arten von Strahlung stellen ein Risiko für Astronauten im Weltraum dar: Der Großteil der Strahlenbelastung wird durch die relativ konstante kosmische Strahlung erzeugt. Der zweite Teil entsteht durch kurzfristige Einwirkung solarer energiereicher Teilchen, welche in Sonneneruptionen erzeugt wurden“, sagt Professor Robert Wimmer-Schweingruber, dessen Arbeitsgruppe das Messgerät baute.

Erste Messung der Strahlenbelastung auf einem Flug zum Mars

In der Studie berechneten die Wissenschaftler in Kooperation mit der NASA, dem Southwest Research Institute in Boulder, Colorado, und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Gesamtbelastung für einen Menschen auf einer 360 Tage dauernden Hin- und Rückreise vom Mars. Sie beträgt bei ähnlicher Raumschiffabschirmung und Sonnenaktivität durchschnittlich ungefähr 0,67 Sievert. „Damit liegt die Belastung noch unter der Grenze von ungefähr 0,8 Sievert, die Astronauten in ihrer gesamten Laufbahn ausgesetzt sein dürfen. Bemannte Missionen sind also machbar, jedoch nicht unkritisch“, erklärt Physiker Wimmer-Schweingruber.

Die Daten, die RAD von unterwegs zur Erde schickte und seit der Landung von „Curiosity“ von der Marsoberfläche funkt, müssen nun weiter ausgewertet und bewertet werden. Das Messgerät wird von den Kieler Physikern von der Erde aus laufend optimiert, um möglichst exakte Werte zu bekommen. Die gewonnen Daten sind ein wichtiger Schritt für die Realisierung einer bemannten Marsmission und können helfen, Astronautinnen und Astronauten auf zukünftigen Missionen beispielsweise durch eine bessere Abschirmung des Raumschiffs zu schützen.

Originalpublikation:
Measurements of Energetic Particle Radiation in Transit to Mars on the Mars Science Laboratory; C. Zeitlin1,*, D. M. Hassler1, F. A. Cucinotta2, B. Ehresmann1, R. F. Wimmer-Schweingruber3, D. E. Brinza4, S. Kang4, G. Weigle5, S. Böttcher3, E. Böhm3, S. Burmeister3, J. Guo2, J. Köhler3, C. Martin3, A. Posner6, S. Rafkin1, G. Reitz7; Science 31 May 2013: Vol. 340 no. 6136 pp. 1080-1084, DOI: 10.1126/science.1235989.

Tipps zur Kommunalwahl am 26. Mai in Kiel

Am Sonntag, 26. Mai, findet in Schleswig-Holstein die Kommunalwahl statt. Die 103 Wahllokale in Kiel sind an diesem Tag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Insgesamt rund 195.000 Kielerinnen und Kieler – Deutsche und andere EU-Bürger über 16 Jahren – sind wahlberechtigt und können über die Zusammensetzung der neuen Ratsversammlung entscheiden. Die Wählerinnen und Wähler haben eine Stimme, die sie am Wahltag persönlich und allein in der Wahlkabine durch ein Kreuz mit einem nicht radierbaren Kopierstift auf dem Stimmzettel abgeben können.

Gemeindewahl in Kiel – die Eckdaten

Für die Kommunalwahl ist das Kieler Stadtgebiet eingeteilt in 25 Wahlkreise, in denen jeweils eine Bewerberin oder ein Bewerber direkt mit einfacher Stimmenmehrheit in die Ratsversammlung gewählt wird. Weitere 24 Ratsfrauen und Ratsherren erhalten ihren Sitz nach dem Anteil des Gesamtergebnisses, das ihre Partei oder Wählergruppe erreicht hat. CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Piratenpartei, SSW und Die Linke sowie der Wählergemeinschaften Wahlalternative Kieler Bürger (WaKB) und WIR in Kiel (WIR) wurden zur Wahl zugelassen und stellen in allen Wahlkreisen Kandidatinnen und Kandidaten. Unabhängige Einzelbewerberinnen oder Einzelbewerber treten nicht zur Wahl an.

Wählen gehen – aber wo?

Auf ihrer Benachrichtigung finden die Wahlberechtigten den Hinweis auf das jeweilige Wahlgebäude sowie die Nummer des Wahlbezirkes. Unter www.kiel.de/wahlen gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, sich nach Eingabe der eigenen Adresse das Wahlgebäude in einem Kartenausschnitt anzeigen zu lassen. Auch per Telefon (901-2371) kann das Wahlgebäude erfragt werden. Am Wahltag gibt zusätzlich jeder Wahlvorstand Auskunft. Die Wahlräume befinden sich in den gleichen Gebäuden wie zur OB-Wahl 2012. In einigen Schulen gibt es mehrere Wahlbezirke und Wahlräume. Die Nummer des Wahlraumes entspricht dabei der Nummer des Wahlbezirks.

RathausturmWahlberechtigte, die in der Ellerbeker Schule zum Wählen mit dem PKW kommen, müssen sich in der Zeit von 9.50 bis etwa 11.30 Uhr auf Behinderungen einstellen: Dann ist der Klausdorfer Weg zwischen Hangstraße und Werftstraße wegen des Fischhallenlaufes gesperrt.

Den ehrenamtlichen Mitgliedern der Wahlvorstände wird die Aufgabe erleichtert, wenn die Wahlbenachrichtigungskarte mitgebracht und die Personalpapiere bereitgehalten werden. Wer die Karte nicht bei sich hat, kann nach Vorlage des Passes oder Ausweises die Stimme abgeben.

Für die Briefwahl bleibt kaum noch Zeit. Die roten Wahlbriefe sollten so rechtzeitig auf den Postweg gebracht werden, dass sie bis Freitag, 24. Mai, bei der Wahlbehörde im Rathaus eingetroffen sind. Wer den Brief erst am Sonntag persönlich abgeben will, muss dies bis 18 Uhr bei dem auf dem Wahlbrief angegebenen zuständigen Briefwahlvorstand oder im Rathaus tun.

Wer am Sonnabend oder am Wahlsonntag erkrankt und deshalb nicht persönlich seine Stimme im Wahllokal abgeben kann, darf sich von einer bevollmächtigten Person Unterlagen für die Briefwahl aus dem Rathaus holen lassen. Letzter Termin hierfür ist Sonntag, 15 Uhr. Auch dieser Wahlbrief muss bis 18 Uhr beim zuständigen Briefwahlvorstand oder im Rathaus eingegangen sein.

Am Wahlsonntag beginnt um 18 Uhr die Auszählung der Stimmen in den Wahlbezirken. Sobald ein Bezirk fertig ist, werden die Ergebnisse im Rathaus zentral aufgenommen und auch gleich im Internet unter www.kiel.de/wahlen dargestellt.

Grunz-Mobil der Albert-Schweitzer-Stiftung macht Halt in Kiel

„Wen streicheln? Wen essen?“ – das ist die Frage, mit der die Albert-Schweitzer-Stiftung Kinder und Erwachsene für einen anderen Umgang mit Tieren sensibilisieren will.

Am 06. und 07. Mai macht das „GrunzMobil“ der Albert Schweitzer Stiftung Station in Kiel. Es handelt sich um ein fünf Meter hohes schweineförmiges Fahrzeug mit Videoinstallation.

Auf der Videoleinwand des GrunzMobils laufen verschiedene Filme, die Sympathie wecken und zum Nachdenken anregen: Die Zuschauer sehen, wie gut es Schweinen, Hühnern und Kühen geht, die der sogenannten Nutztierhaltung entkommen sind, und können ebenso die Realität hinter den Mauern deutscher Mastanlagen und Schlachthöfe erleben.

Das Motto der diesjährigen GrunzMobil-Deutschlandtour »Wen streicheln? Wen essen?« appelliert an jeden Verbraucher, die eigenen Konsumgewohnheiten zu überdenken. »Jeder von uns hat
als Konsument täglich die Macht und die Verantwortung zu entscheiden, welches System er unterstützt«, verdeutlicht Johannes Jung von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.
Wer genug hat von Tierfabriken und Lebensmittelskandalen, erhält von den Mitarbeitern der Albert Schweitzer Stiftung vor Ort alle notwendigen Informationen, um den Ausstieg aus der leidvollen Tierhaltung durch seine Ernährung selbst in die Hand zu nehmen. »Wir ermutigen jeden Einzelnen, nicht nur auf ein Handeln der Politik zu hoffen, und freuen uns auf viele gute Gespräche«, betont Jung.

Weitere Informationen

Wo: Holstenstraße/ Ecke Schevenbrücke , Kiel

Wann: 06.05. und 07.05. von 11:00 bis 19:00 Uhr

grunzmobil1b

Kommunalwahl in Kiel – sind Alternativen wirklich die Alternative?

Am 26. Mai fin­den in Kiel die Gemeindewahlen statt. Neben zahlreichen „eta­blier­ten“ Par­teien tre­ten in die­sem Jahr zwei Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten an: Die Gruppe „Wir in Kiel“ sowie die am rech­ten Rand ange­sie­delte „Wahl­al­ter­na­tive Kie­ler Bür­ger“. Da bei Gemein­de­wah­len keine 5%-Hürde gilt, rufen Spre­cher zahl­rei­cher Par­teien die Kie­ler noch dring­li­cher dazu auf, demo­kra­tisch wäh­len zu gehen. Zur Kommunal­wahl sind rund 195.000 Kie­le­rin­nen und Kie­ler wahl­be­rech­tigt, dar­un­ter sind auch alle 16– bis 18‐​Jährigen (rund 3.600) und etwa 4.700 Uni­ons­bür­ge­rin­nen und Uni­ons­bür­ger. Die Wahl­be­nach­rich­ti­gun­gen wer­den von Ende April an ver­schickt. Wei­tere Infor­ma­tio­nen zur Gemein­de­wahl ste­hen unter www​.kiel​.de/​w​ahlen im Internet.

Alle Parteien und Gruppen sind zugelassen

In sei­ner Sit­zung am Frei­tag, 12. April, hat der Gemein­de­wahl­aus­schuss alle ein­ge­reich­ten Kan­di­da­ten­vor­schläge für die Wahl am 26. Mai in Kiel zuge­las­sen. Damit tre­ten in allen 25 Kie­ler Wahl­krei­sen Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten von neun Par­teien oder Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten an. Auch die vor­ge­schla­ge­nen Lis­ten der Par­teien CDU, SPD, Bünd­nis 90/​Die Grü­nen, FDP, Pira­ten­par­tei, SSW und Die Linke sowie der Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten Wahl­al­ter­na­tive Kie­ler Bür­ger (WaKB) und WIR in Kiel (WIR) wur­den zur Wahl zuge­las­sen. Unab­hän­gige Ein­zel­be­wer­be­rin­nen oder Ein­zel­be­wer­ber tre­ten nicht zur Wahl an.

Unter­schied­li­che Gründe für Bürgerinitiativen

Wäh­rend „Wir in Kiel“ im letz­ten Jahr vor allem mit Aktio­nen gegen das Möbel‐​Kraft‐​Bauvorhaben in den Fokus rückte und für mehr Bür­ger­be­tei­li­gung wirbt, weiß man über die „Wahl­al­ter­na­tive Kie­ler Bür­ger“ nur wenig. Ledig­lich der Pres­se­spre­cher der NPD, Jörg Lembke, wirbt auf deren Inter­net­seite für diese Bür­ger­in­itia­tive: „Die „Wahl­al­ter­na­tive Kie­ler Bür­ger“ ist ein Bünd­nis zwi­schen der NPD und freien Kräf­ten aus Kiel und wird sicher­lich in den kom­men­den Wochen für Schlag­zei­len sor­gen“. Solch eine Aus­sage ver­hallt nicht unge­hört: Zahl­rei­che Demo­kra­ten wie Sven Seele von der Kie­ler Pira­ten­par­tei und die Jugend­or­ga­ni­sa­tion der SPD (JuSos) rufen dazu auf, die Geschi­cke der Stadt Kiel nicht in deren Hände zu legen.

Wahl­hel­fer gesucht

Für den Wahl­tag sucht die Stadt­ver­wal­tung noch ehren­amt­li­che Wahl­hel­fe­rin­nen und Wahl­hel­fer. Etwa 780 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wer­den am 26. Mai für einen geord­ne­ten Ablauf der Wahl­hand­lung sor­gen und die Stim­men aus­zäh­len. Wer dabei sein möchte, kann sich für die­ses Ehren­amt (30 Euro Erfri­schungs­pau­schale) unter den Tele­fon­num­mern 901‑2341 oder 901‑2376 sowie unter der E‐​Mail‐​Adresse wahlhelfer@​kiel.​de anmelden.

Bürger gestalten die Moorteichwiese mit

Die Moorteichwiese in Kiel gehört zu den „grünen Lungen“ der Stadt. Wer keinen Garten besitzt, kann sich zum Beispiel im Schrevenpark, in der Forstbaumschule oder eben auf der Moorteichwiese mit einer Decke und einem Picknickkorb hinsetzen, um die Sonne und die Natur zu genießen.

Die Moorteichwiese bietet eine natürliche Senke mit steilen Hängen im Norden und Westen. Der Wechsel von feuchten Wiesen und Rasen, Fließgewässer und Teich, ebenen Flächen und Hängen macht die Anlage interessant. Am Rande der Moorteichwiese befinden sich mehrere Schulen und Sporteinrichtungen angesiedelt, zum Beispiel die Rollsporthalle und das Haus des Sports. Am westlichen Rand des Parks wurden Kleingärten angelegt.

Da die Moorteichwiese ein wenig „in die Jahre gekommen“ ist, plant das Grünflächenamt der Landeshauptstadt Kiel eine Neugestaltung unter Mitwirkung der Bürger und lädt ein zur

Planungswerkstatt am Freitag, 3. Mai 2013, 15 – 18 Uhr
Aula der Max-Planck-Schule, Winterbeker Weg 1
Wer daran teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 26. April 2013 anmelden:
Telefon 901- 3852 oder E-Mail: doris.hubert-hertling@kiel.de

Natürlich sind auch Kinder und Jugendliche gefragt, bei der Neugestaltung der Moorteichwiesen mitzuhelfen. Um die Veranstaltung angemessen gestalten zu können, nennen Sie bei der Teilnahme von Kindern und Jugendlichen bitte deren Alter. Sonst genügt Ihr Name mit Telefon oder E-Mail-Adresse.

Leider sind die Zugänge zu den Toiletten in der Max-Planck-Schule nicht barrierefrei gestaltet. Falls dies ein Problem darstellen könnte, sollte man mit Ihrer Anmeldung darauf hinweisen, damit persönliche Hilfe angeboten werden kann.

Kiel und seine Partnerstädte

Städte- und Gemeindepartnerschaften weit über Ländergrenzen und Kontinente hinweg sind heutzutage etwas völlig normales. Doch in Kiel sind solche Freund- und Partnerschaften noch ein wenig besonders, denn Kiel ist die erste Stadt, die 1925 ganz offiziell eine „Städtepartnerschaft“ mit einer Stadt im Ausland geschlossen hat (Sonderburg).

Städtepartnerschaften sollen die kulturellen Grenzen in den Köpfen der Menschen verwischen lassen und für einen Austausch zwischen unterschiedlichen Kulturen sorgen. Im besten Fall helfen solche Partnerschaften sogar, demokratische Strukturen aufzubauen. Aber auch im Bereich der technischen Entwicklung können Städte- und Gemeindefreundschaften einen wichtigen Beitrag leisten.

Deshalb ist es wichtig, dass sich regelmäßig neue Partnerschaften entwickeln. Kiel ist unter anderem Mitglied in der Union of the Baltic Cities (UBC), in der sich Städte zu einer Art „Ostsee-Städtetag“ zusammengeschlossen haben. doch Kiel war auch 2013 bereits sehr fleißig und hat neben zwei Städten in der Türkei auch eine neue Gemeindefreundschaft mit einem Part­ner­di­strikt in Tansania namens Moshi Rural geschlossen.

Für die Lan­des­haupt­stadt Kiel ist diese Part­ner­schaft – nach den Part­ner­städ­ten Brest (Frank­reich), Coven­try (Groß­bri­tan­nien), Vaasa (Finn­land), Gdy­nia (Polen), Tal­linn (Est­land), Stral­sund, Sovetsk, Kali­nin­grad (beide Ruß­land), Sam­sun (Tür­kei) und der Schwes­ter­stadt Antakya (Tür­kei) – die erste Part­ner­schaft außer­halb Euro­pas und die erste Part­ner­schaft mit einem Landkreis.

Der „Ellerbeker Markt“ soll schöner werden – Bürger können mitentscheiden

An der Grenze der beiden Kieler Stadtteile Ellerbek und Wellingdorf befindet sich der „Ellerbeker Markt“ – eigentlich „Tilsiter Platz“. Die eine Hälfte dieses Platzes wurde im Jahr 2011 umgestaltet, dabei wurden zahlreiche Bürgerideen umgesetzt.

Auf der vorderen, an der Schönberger Straße gelegenen Hälfte des Tilsiter Platzes fand die Skulpturengruppe „Ellerbeker Buttjer“ einen besser sichtbaren Standort und der Butt kann dort dank einer Handpumpenanlage sogar wieder Wasser „spucken“. Der umgestaltete Bereich mit der „Blauen Bank“, einer großen Sandkiste und Spielgeräten wird als Treffpunkt und zum Verweilen sehr gut angenommen.

Die hintere Platzhälfte war von der Erneuerung ausgenommen, dort war ein Parkplatz für die Erweiterung eines Lebensmitteldiscounters vorgesehen. Die Erweiterungspläne sind vom Tisch und dank Geldern aus dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ kann nun auch dieser Teil des Tilsiter Platzes umgestaltet werden. Hierfür suchen das Stadtteilbüro Ost und die Landeshauptstadt Kiel Ideen und Anregungen der Anwohnerinnen und Anwohner, Nutzerinnen und Nutzer des Platzes.

Auch dieses Mal ist die Beteiligung der Bürger erwünscht

Vom 18. Februar bis zum 15. März läuft die vom Stadtteilbüro Ost zusammen mit der Firma „ekonzeption“ entwickelte digitale Bürgerbeteiligung. Mit einem Onlinetool ist es möglich, den Platz auf www.kieler-ostufer.de selbst zu planen. Für die Umgestaltung der ersten Platzhälfte hatten 73 Personen online Pläne entworfen. Natürlich ist es auch möglich, seine Vorschläge in Textform einzureichen.

Bürgermeister Peter Todeskino ist begeistert von dieser neuen Art, die Menschen vor Ort in die Planung einzubeziehen: „Die digitale Beteiligung wird fortgesetzt, weil sie bereits für die erste Platzhälfte sehr gute Vorschläge gebracht hat. Ich bin überzeugt, dass wir auch für diesen Bereich des Tilsiter Platzes viele tolle Gestaltungsideen erhalten werden.“

Die Ideen aus allen Beteiligungsformen werden gesammelt und an die Stadt weitergegeben. Das Grünflächenamt wird gemeinsam mit einem Landschaftsarchitekten die Anregungen und Ideen aller Beteiligungen auswerten und als Grundlage für die Planungen nehmen.

Auf dem etwas höher gelegenen und zur Timkestraße hin abfallenden Bereich gibt es Rasenflächen, Bäume und Bänke sowie Mauern aus großen Steinen. Mit der Umgestaltung sollen die Aufenthaltsqualität und Nutzungsmöglichkeiten des Quartierplatzes verbessert werden. Besonderer Wert wird auf die Barrierefreiheit und eine Steigerung des Sicherheitsgefühls gelegt. Es stehen insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung, womit aber nicht jeder Umbauwunsch erfüllbar ist.