Das historische Kiel entdecken
Seit Freitag, 16. Oktober, erwartet die Besucher des Zoologischen Museums eine neue Dauerausstellung. Die Ausstellung „Die Fauna der Kieler Bucht. Die Ostsee – ein Meer im Wandel“ zeigt zum einen den Faunawandel der letzten 170 Jahre und zusätzlich die Entstehungsgeschichte der Ostsee.
Die neue Dauerausstellung besticht vor allem durch die große Zahl an Präparaten. Von einem Schädel eines vier Meter langen Thunfisches über bis zu 60 Zentimeter große Tintenfische bis hin zu Präparaten aquatischer Tiere in Originalgläsern gibt es in der neuen Ausstellung jede Menge zu bewundern. Karl August Möbius, ein wichtiger deutscher Zoologe, begann die Sammlung bereits im 19. Jahrhundert und dokumentierte damit konstante Veränderungen im Bereich der Fauna. Außerdem arbeitete des Zoologische Museum mit Dr. Frank Rudolph, Buchautor und Steinspezialist, und Dr. Robert Spielhagen, GEOMAR-Geologe, an der Dokumentation der Entstehungsgeschichte der Ostsee. Zwei Jahre Vorbereitungszeit nahm die neue Ausstellung in Anspruch, deren Gesamtkonzeption in den Händen von Privatdozent Dr. Dirk Brandis liegt.
Für alle, die Unterstützung bei den geballten Informationen und atemberaubende Präparaten brauchen, bietet Dr. Dirk Brandis am Sonntag, 1. November, Führungen zu verschiedenen Themen durch die neue Dauerausstellung an. Weitere Informationen gibt auf der Internetseite des Museums und www.zoologisches-museum.uni-kiel.de.
Zoologisches Museum
Das Zoologische Museum Kiel ist eines der ältesten Naturkundemuseen Deutschlands. Es verbindet Originalpräparate aus drei Jahrhunderten mit modernster Meeresforschung und ist eine museale Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Mit der artenreichsten Walausstellung Deutschlands und spannenden Präsentationen hat sich das Museum bereits in der Meeres- und Evolutionsforschung einen Namen gemacht.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise
Das Zoologische Museum in der Hegewischstraße 3 hat dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.
Erwachsene bezahlen 4 Euro Eintritt, Kinder (6 bis 16 Jahre), Schüler, Studierende, Rentner und Erwerbslose 2 Euro und eine Familienkarte (2 Erwachsene mit mind. 2 eigenen Kindern) kostet 10 Euro.
Kiels Innenstadt ist das Wirtschaftszentrum der Stadt und der Region. Sie soll zukünftig mit dem „Kleinen Kiel Kanal“ aufgewertet werden. Gemeinsam mit interessierten Privatpersonen und Verbänden hatte das Stadtplanungsamt das Rahmenkonzept „Perspektiven für die Kieler Innenstadt“ erarbeitet. Darin wurde unter anderem von Kieler Bürgerinnen und Bürgern eine offene Wasserverbindung zwischen dem Kleinen Kiel und dem Bootshafen vorgeschlagen.
Im Herbst 2012 ist dazu ein Planungswettbewerb durchgeführt worden. Die als Sieger hervorgegangene Arbeitsgemeinschaft aus dem Landschaftsarchitekturbüro bgmr, Berlin, Stadtplanungsbüro yellow z urbanism architecture, Zürich/Berlin und Ingenieurbüro Obermeyer, Potsdam hat ihren Entwurf zum Kleinen Kiel Kanal seitdem weiter ausgearbeitet. Jetzt soll die Planung konkretisiert werden; dabei wird die Mitarbeit der Kielerinnen und Kieler weiterhin einen wichtigen Stellenwert einnehmen.
Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer steht hinter dem Kleinen Kiel Kanal: „Wir wollen kein ,kleines Venedig‘. Kiel kommt mit diesem Projekt zu sich selbst zurück. Wir wollen den historischen Wasserlauf wieder aufgreifen und dabei etwas schaffen, das typisch für Kiel ist. Wir laden alle Kielerinnen und Kieler dazu ein, sich an der Feinplanung zu beteiligen“.
Der Mitwirkungsprozess startet mit einem öffentlichen Auftaktabend am Dienstag, 28. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr in der Rotunde im zweiten Obergeschoss des Kieler Rathauses. Zu dieser Veranstaltung sind alle Kielerinnen und Kieler herzlich eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Vorentwurf von den Berliner Landschaftsarchitekten vorgestellt. Außerdem wird erläutert, wie sich die Kielerinnen und Kieler an der Planung beteiligen können und welche weiteren Schritte vorgesehen sind. Das Beteiligungsverfahren wird vom Büro Luchterhandt aus Hamburg begleitet.
Im Mittelpunkt des Prozesses steht ein sechs Meter langes Modell, das die zukünftige Wasserverbindung zwischen dem Kleinen Kiel und dem Bootshafen zeigt. An dem Modell sollen – in einer Folge von Veranstaltungen – die geplanten Maßnahmen diskutiert, Veränderungsvorschläge erörtert und neue Ideen eingebaut werden. Durch die Ergänzungen wird sich das Modell fortlaufend weiterentwickeln und als Zukunftsmodell die Wünsche der Kielerinnen und Kieler dokumentieren.
„Die Menschen sollen sich in der Innenstadt wohlfühlen, flanieren und in schöner Atmosphäre einkaufen. Wie gut eine Wasserfläche zur positiven Stimmung in der Stadt beitragen kann, hat die Neugestaltung des Bootshafens gezeigt. Auch der Kleine Kiel Kanal wird neue Lust auf die Innenstadt machen und dem Einzelhandel neuen Auftrieb geben“, so Kiels Bürgermeister Peter Todeskino.
Während der nächsten Monate wird das Zukunftsmodell in einem bisher leerstehenden Ladenlokal am Bootshafen (Wall 6-8) allen Interessierten zur Verfügung stehen. Im Zeitraum vom 30. Oktober bis 13. Dezember ist der Laden immer donnerstags und freitags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet.
Weitere Gelegenheit zum Einbringen von Anregungen und Vorschlägen bietet der Marktstand auf dem Kieler Wochenmarkt (Exerzierplatz) am 15. November. Hier wird das Modell aufgebaut und die Besucher können sich nicht nur vor Ort informieren, sondern ihre Ideen zur neuen Wasserverbindung im Modell aufzeigen und ausprobieren.
Zudem werden vom 26. bis 27. November Mitwirkungstage angeboten, an denen Gespräche und Workshops mit unterschiedlichen Interessensgruppen wie Schülern, Gewerbetreibenden und Anliegern durchgeführt werden, um deren Anforderungen sowie Wünsche für die Planung zu ermitteln. Ergänzend werden Planungsspaziergänge zur Holstenbrücke angeboten, bei denen Ideen gesammelt und vor Ort überprüft werden können. Um Anmeldung wird gebeten (buero@luchterhandt.de). Den Abschluss der Mitwirkungstage stellt ein offenes Symposium dar, das die Ergebnisse aller Gruppen zusammenfasst und über weitere Beispiele aus der Praxis informiert.
Im Dezember und Januar werden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung ausgewertet und den Planern (bgmr Landschaftsarchitekten, Ingenieurbüro Obermeyer, Masuch + Olbrisch Ingenieursgesellschaft sowie ifb Tragwerksplanung) zur Verfügung gestellt und nach Abwägung in den Entwurf eingearbeitet. Mitte Februar ist eine öffentliche Abschlussveranstaltung geplant, in der ein überarbeiteter Entwurf vorgestellt wird und die Begründungen für die Auswahl der eingebrachten Ideen dargelegt werden. Anschließend werden sich die städtischen Gremien mit der Beschlussvorlage zur Realisierung des Kanals als einen wichtigen Stadtbaustein der Innenstadt befassen.
Zur Museumsnacht am Freitag, 29. August, sollen wieder mehr als 1.000 bunte Tütenlampen leuchten und Schloßgarten, Klostergarten, Anscharpark sowie den Garten des Maschinenmuseums stimmungsvoll illuminieren. Dafür benötigt das Amt für Kultur und Weiterbildung die Hilfe großer und kleiner Kielerinnen und Kieler.
Wer das Organisationsteam der Kieler Museumsnacht beim Verschönern der Tüten unterstützen möchte, kann sich am Infotresen der Stadtgalerie im Neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, kostenlos Papiertüten abholen. Das Organisationsteam bittet darum, die bemalten, beklebten oder bedruckten Papiertüten bis Donnerstag, 28. August, wieder am Infotresen abzugeben. So können diese dann pünktlich am Abend der 15. Kieler Museumsnacht für glanzvolle Lichterspiele sorgen.
Wer nicht nur die Lampen bewundern, sondern auch die Museen erkunden möchte, erhält Eintrittsbändchen für die Museumsnacht in allen teilnehmenden Museen, in der Tourist-Information Kiel, im Citti-Markt und im Umsteiger am Hauptbahnhof. Im Vorverkauf kosten sie neun Euro (ermäßigt sechs Euro). Während der Museumsnacht kosten sie an den Abendkassen der Museen zehn Euro (ermäßigt sieben Euro). Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei. Ein Eintrittsbändchen berechtigt zum Eintritt in alle 24 teilnehmenden Museen und Einrichtungen sowie zur Nutzung des Bus-Shuttles zwischen den Museen und des Schiff-Shuttles über die Förde. Mit dem Bändchen sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel in Kiel und Umgebung von 18 bis 5 Uhr kostenlos zu nutzen.
Das Programm der Museumsnacht ist unter www.museumsnacht-kiel.de im Internet zu finden.
Auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende, doch die Kieler können sich in diesem Jahr wirklich nicht beschweren: Vor allem der Juli bot zahlreiche Sonnen- und Strandtage mit Temperaturen bis zu 35°C und vor allem ein abwechslungsreiches Programm im Kieler Kultursommer. Der glanzvolle Endpunkt eines jeden Kultursommers ist die Museumsnacht, und so laden 24 Museen und Kulturinstitute auch in diesem Jahr pünktlich zum Ende des Sommers am Freitag, dem 29. August zur bereits fünfzehnten Ausgabe ein. Ab 19 Uhr können auf dem West- und auf dem Ostufer Räume entdeckt, Kunstwerke erstellt oder Vorträgen gelauscht werden.
Das Programm
Von 19 Uhr bis Mitternacht bieten die teilnehmenden Einrichtungen ein abwechslungsreiches Programm. Speziell zur Museumsnacht konzipierte Ausstellungen, Aktionen zum Anschauen und Mitmachen für die ganze Familie, Musik und Filme sowie besondere Führungen warten auf die Besucher. So sind beispielsweise im Brunswiker Pavillon, der Atelier-Galerie artegrale und dem Atelierhaus im Anscharpark Interessierte eingeladen, sich aktiv an der Produktion von Kunst zu beteiligen. Kinder haben die Möglichkeit, im Mediendom der FH Kiel Roboter zu programmieren oder im Kieler Kloster Interessantes über Heilpflanzen zu erfahren. Auch für das leibliche Wohl wird in vielen Häusern abwechslungsreich gesorgt.
In diesem Jahr nimmt der Flandernbunker zum ersten Mal teil. Dort können Kinder Friedensfahnen bemalen. Endlich wieder dabei ist das Stadt- und Schifffahrtsmuseum Fischhalle. Nach dreijähriger Sanierung erstrahlt es in neuem Glanz: 800 Exponate und Multimedia-Stationen geben Einblicke in die maritime Entwicklung Kiels aus den vergangenen 150 Jahren und kombinieren Technik und Geschichte. Kreativ gestaltete Tütenlampen leuchten stimmungsvoll im Schloßgarten, im Anscharpark, im Klostergarten und im Garten des Maschinenmuseums. Die Museumsnacht endet mit einem musikalischen Ausklang im Foyer der Stadtgalerie Kiel (Beginn 23.30 Uhr).
Gewinnspiel und zahlreiche Informationen via Smartphone
In allen teilnehmenden Einrichtungen können die Besucherinnen und Besucher Stempel sammeln und sich so die Chance auf einen Gewinn aus den Museen sichern, etwa Ausstellungskataloge, kleine Kunstwerke, Exklusivführungen durch die Ausstellungen für bis zu 20 Personen oder eine Fahrt für zwei Personen mit dem Museumsdampfschiff „Bussard“. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit im vergangenen Jahr wird den Veranstaltern der Museumsnacht wieder eine kostenlose Internetseite von der G16 Media GmbH zur Verfügung gestellt. Diese ist auch für mobile Endgeräte nutzbar und unter www.museumsnacht-kiel.de zu erreichen. Das um die sogenannten Museumsnachtthemen („Historisches in und über Kiel“, „Kunst in der Museumsnacht“, „Technik erleben“ und „Specials für Kinder und Familien“) erweiterte Programmheft ist in den beteiligten Museen, der Tourist-Information Kiel und im Rathaus kostenlos erhältlich.
Eintrittsbändchen gibt es in allen teilnehmenden Museen, in der Tourist-Information Kiel, im Citti-Markt und im Umsteiger am Hauptbahnhof. Im Vorverkauf kosten sie neun Euro (ermäßigt sechs Euro). Während der Museumsnacht kosten sie an den Abendkassen der Museen zehn Euro (ermäßigt sieben Euro). Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei. Ein Eintrittsbändchen berechtigt zum Eintritt in alle teilnehmenden Museen und Einrichtungen sowie zur Nutzung des Bus-Shuttles zwischen den Museen und des Schiff-Shuttles über die Förde. Mit dem Bändchen sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel in Kiel und Umgebung von 18 bis 5 Uhr kostenlos zu nutzen.
Wer ist alles dabei?
Die Museumsnacht ist eine Kooperationsveranstaltung der Kieler Museen und des Amtes für Kultur und Weiterbildung der Landeshauptstadt Kiel im Rahmen des Kultursommers. An der Museumsnacht beteiligen sich folgende Einrichtungen: Antikensammlung in der Kunsthalle, Aquarium GEOMAR, artegrale, Atelierhaus im Anscharpark, Brunswiker Pavillon, Computermuseum der FH Kiel, Flandernbunker, Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei, Kieler Kloster, Kieler Ofenmuseum, Kunsthalle zu Kiel, Maschinenmuseum Kiel-Wik, Mediendom der FH Kiel, Medizin- und Pharmaziehistorische Sammlung der CAU, MS Stadt Kiel, Museumsbrücke am Schifffahrtsmuseum, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, Stadtgalerie Kiel, Stadt- und Schifffahrtsmuseum Fischhalle, Stadt- und Schifffahrtsmuseum Warleberger Hof, Sternwarte der FH Kiel, Theatermuseum Kiel, Umtrieb – Galerie für aktuelle Kunst und Zoologisches Museum.
Wer Donnerstag, den 17. Juli, kulturell-anregend ausklingen lassen möchte, sollte sich zum Warleberger Hof in der Dänischen Straße begeben. In der Zeit von 19.30 bis 21 Uhr führt Dr. Telse Wolf-Timm durch das Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Dabei erläutert Dr. Wolf-Timm die Exponate der Ausstellung „Fördegalerie“. Diese besteht aus Landschaftsbildern und Stadtansichten der letzten 150 Jahre aus der Gemäldesammlung des Stadt- und Schifffahrtsmuseums. Im Mittelpunkt der Abendführung stehen dabei die Werke der Maler Fritz Stoltenberg (1855-1921), Georg Burmester (1864-1936) und Friedrich Mißfeld (1864-1969) auf deren Arbeit das Leben in Kiel einen prägenden Einfluss hatte. Die Kosten für die Teilnahme betragen 3 Euro.
Interessierte können sich im Internet auf den Seiten der städtischen Museen, über Ausstellungen und Führungen informieren. Darüber hinaus lädt die für iOS- und Android-Smartphones kostenlos erhältliche App „Kiel Museumsmeile“ dazu ein, die Landeshauptstadt auf den Spuren von Kiels maritimer Kunst, Kultur und Geschichte zu entdecken. Weitere Informationen zur App sind auf der Internetseite www.museen-am-meer.de zusammengestellt.
Auch nach der Kieler Woche kommt in Kiel im Juli und August sicherlich keine Langeweile auf. Ob Konzerte, Vorträge, Stadtrundgänge, Lesungen, Ausstellungen oder Theateraufführungen – der 15. Kieler Kultursommer ist bunt und vielfältig und hat für jeden Geschmack etwas parat. Viele Veranstaltungen finden im Freien statt, oft am Wasser und sind für die gesamte Familie geeignet. Insgesamt beteiligen sich 52 Veranstalter mit 365 Angeboten. Dazu kommen 20 Ausstellungen und 123 Programmpunkte für Kinder. Am Ende des Kultursommers stehen traditionell besondere Ausstellungen, Musik und Aktionen zum Staunen und Mitmachen auf dem Programm: Die Ausstellungshäuser laden wieder ein zur Kieler Museumsnacht (29. August).
Zu den Höhepunkten des 15. Kieler Kultursommers gehört das schon jetzt ausverkaufe Open-Air-Musical „Romeo & Julia“. Nach zwei erfolgreichen Jahren der Sommer-Opern mit „Der Troubadour“ und „Tosca“ zieht das Theater Kiel dieses Mal auf den Seefischmarkt und damit direkt an die Förde. Wer keine Karten für die Weltpremiere des Musicals ergattern konnte, hat die Möglichkeit, die Premiere des Stückes in einer Live-Übertragung auf der schwimmenden Bühne im Bootshafen, auf dem Vinetaplatz oder auf dem Blücherplatz zu sehen.
Ebenfalls Ausrufezeichen im Veranstaltungskalender sind das Riesenpicknick für alle Weißgekleideten bei der Holtenauer White Night, das Literaturfest im Alten Botanischen Garten und das Festival am kleinen Strand in Friedrichsort. Aber auch ansonsten hat der Kultursommer musikalisch viel zu bieten: von Jazz, Pop oder Folk im Statt-Café und dem KulturForum bis hin zu Glockenkonzerten im Kieler Kloster und Klassik in der St. Nikolaikirche. Im Mediendom der Fachhochschule gehen Kinder und Erwachsene auf Reisen durch die unendlichen Weiten der Sternenwelt.
Wieder mit dabei sind so beliebte Kultursommer-Veranstaltungen wie die Fahrten mit der MS Stadt Kiel und dem Museumsdampfschiff Bussard und das Freilichttheater „Der kleine Prinz“ im Innenhof des Rathauses (Premiere: 11. Juli). Altbekanntes in der Landeshauptstadt neu entdecken können Besucherinnen und Besucher bei den geführten Rundgängen durch einzelne Stadtteile. In der Wik stehen die Marinegeschichte und geniale Ingenieurleistungen im Mittelpunkt der gemeinsamen Erkundungstour. Bei Wanderungen am Strand dreht sich dagegen alles um Wissenswertes über die Eiszeit, Steine und das Meer.
Auch musikalisch hat der Kultursommer wieder viel zu bieten: Das 15. Duckstein-Festival an der Hörn (15. bis 24. August), der beliebte Kieler Bootshafensommer (16. August), das 6. Kieler Brückenfestival an der Hörnbrücke (10. bis 12. Juli) und das Förde Festival in Laboe (22. und 23. August) sorgen für beste Stimmung an der Förde. Im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals (5. Juli bis 31. August) ist Elton John mit seinen Greatest Hits in der Sparkassen-Arena zu Gast (12. Juli).
Ein abwechslungsreiches Theaterprogramm hält der 15. Kultursommer ebenfalls parat. „So ein Theater“ heißt es vom 18. Juli an in der Theateraula des RBZ Wirtschaft am Ravensberg. Das Theater am Werftpark präsentiert in diesem Jahr „includo“, das erste inklusive Theaterfestival in Kiel mit Aufführungen, Workshops und Diskussionen (28. bis 31. August). Der Niederdeutsche Bühnenbund präsentiert ernste und heitere Stücke beim 23. Niederdeutschen Theatertreffen im Freilichtmuseum Molfsee (22. bis 27. August).
Neu im Programm des Kieler Kultursommers sind die Wissenschaftsspaziergänge, die Interessierten vom 3. Juli an immer donnerstags die Fachhochschule Kiel, die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften oder die Muthesius Kunsthochschule näher bringen. Auch im Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, in der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel und im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sind Blicke hinter die Kulissen möglich.
Beim Kultursommer gibt es auch ein vielfältiges Angebot für Kinder: Jeden Mittwoch im Juli und August beginnt um 15 Uhr die Vorlesestunde in einem alten Boot am Falckensteiner Strand. Im Mediendom können Kinder „Kaluoka’hina – das Zauberriff“, das Abenteuer von Sägefisch Jake und seinem Freund Shorty, erleben (4. Juli). Und im Stadt- und Schifffahrtsmuseum in der Fischhalle können kleine Besucherinnen und Besucher entdecken, wie man ein Schiff navigiert (6. Juli und 3. August).
Das Amt für Kultur und Weiterbildung hat alle Veranstaltungen im Juli und August für den Kultursommer zusammengetragen. Das gesamte Programm ist in der Sonderausgabe des „Stadtlotsen“ von Kiel-Marketing veröffentlicht. Die Broschüre liegt in den beiden Kieler Rathäusern, bei der Tourist-Information im Neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, in Gaststätten, Hotels und vielen anderen Einrichtungen kostenlos zum Mitnehmen aus. Weitere Informationen und das gesamte Programm des 15. Kieler Kultursommers finden Interessierte außerdem im Internat unter www.kultursommer-kiel.de.