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„Carsten Köthes Nachmittag“ – ab Mittwoch bei R.SH

Er ist wieder zurück: Carsten Köhte, langjähriger Moderator bei Radio Schleswig-Holstein (RSH) und quasi „Urgestein“ der Morgensendung „Carsten Köhtes Frühstücksclub“, geht am Mittwochnachmittag (6. August) wieder auf Sendung. Im Januar schockte der 52-jährige seine Kollegen und Hörer mit der Aussage, sich aufgrund einer Krebsbehandlung für ein halbes Jahr aus dem Tagesgeschäft zurückziehen zu müssen.

Während Thmen wie „Schweinegrippe“, „Vogelgrippe“ oder „SARS“ große Medienhypes verursachen, war es immer Carsten Köthes Anliegen, auf Krebs, die heimtückischre aller Krankheiten, hinzuweisen, schleswig-holstein-weit Projekte anzustoßen und Spenden zu sammeln. 2011 wurde er für sein Enga­ge­ment im Rah­men der jähr­li­chen Hilfs­ak­tion „Cars­ten Köthe hilft hel­fen“ mit dem Lan­des­ver­dienst­or­den des Lan­des Schleswig‐​Holstein ausgezeichnet. Noch im Februar übergab er die gesammelten Spendengelder der letzten „Carsten Köthe hilft helfen“-Aktion 2013 (das Kiel Journal berichtete). In den letzten sieben Monaten hatte dann er die für ihn beste „wie‐​besiege‐​ich‐​den‐​Krebs‐​Trainerin“ an sei­ner Seite: Seine Frau Miriam erlitt nach einer über­stan­den geglaub­ten Brust­krebs­er­kran­kung vor fünf Jah­ren erst vor kur­zem einen Rück­fall, den sie erfolg­reich meis­tern konnte. Dafür musste seine Tätigkeit beim Radio pausieren und Volker Mittmann, sonst für den Nachmittag bei RSH zuständig, übernahm die Federführung beim Team am Morgen.

Anneke ter Veen und Carsten Köthe bestreiten ab sofort das Nachmittagsprogramm von RSH (Bild: Regiocast).

Anneke ter Veen und Carsten Köthe bestreiten ab sofort das Nachmittagsprogramm von RSH (Bild: Regiocast).

Der freigewordene Nachmittag wird ab Mittwoch die neue Spielwiese des Heimkehrers. Ab 14 Uhr geht er mit einer neuen Kollegin auf Sendung. „Ich kann es kaum erwarten, wieder on air zu gehen“, so der 52-Jährige. „Mir geht es gut, die Ärzte sind vollkommen zufrieden und es wird auch höchste Zeit, dass ich wieder meiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen kann.“ Nachdem sein Kollege Volker Mittmann für ihn in den letzten Monaten die Stellung im R.SH-Frühstücksclub hielt, beschlossen die beiden Kollegen, einfach die Sendezeiten zu tauschen. Volker Mittmann wird dementsprechend auch weiterhin gemeinsam mit Katharina Nicolaisen und Tim Koschwitz die Schleswig- Holsteiner gutgelaunt in den Tag schicken und Carsten Köthe begleitet die Hörer ab sofort durch den Nachmittag. „Ich bin sehr gespannt, wie das wird. Wie Frühstücksradio geht, das weiß ich, das kann ich im Schlaf. Eine Nachmittagssendung zu moderieren, ist Neuland für mich. Das wird spannend und ich freue mich da neue Erfahrungen zusammen“, so Köthe.

Ganz allein muss er dieses Neuland nicht betreten. Anneke ter Veen, Moderatorin aus Bremen, ist eine neue Kollegin im R.SH-Team, die ab sofort an Carsten Köthes Seite zu hören sein wird. „Bislang habe ich meist vor der Kamera gestanden, Nachrichten verkündet und Interviews geführt. Radio ist ein ganz neues Medium für mich. Daher bin ich glücklich, mit einem so netten und routinierten Kollegen wie Carsten Köthe meine ersten Erfahrungen in diesem Bereich machen zu dürfen. Wir verstehen uns super und werden bestimmt jede Menge Spaß haben“, so ter Veen.
Ab Mittwoch sind die beiden von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr in „Carsten Köthes Nachmittag“ zu hören. Der „R.SH-Frühstücksclub mit Volker Mittmann“ wird die Schleswig- Holsteiner ab Mittwoch eine Stunde länger beim Aufstehen begleiten und bis 10 Uhr laufen. Anschließend sorgt Moderatorin Tanja Puttfarcken von 10 bis 14 Uhr für „Mehr Musik bei der Arbeit“. In der Feierabendsendung „Spätschicht“ von 18 bis 21 Uhr lässt Alexander Baltz dann gemeinsam mit den Schleswig-Holsteinern den Tag ausklingen.

Tim Bendzko springt für Anastacia auf der Kieler Woche 2014 ein

Bereits seit Monaten stand sie als Highlight der Kieler Woche 2014 statt: Die erfolgreiche US-Sängerin Anastacia sollte dafür sorgen, dass auch der letzte Kieler erfährt, dass der Radiosender RSH wieder auf Norddeutschlands größtem Sommerfest mit eigener Bühne vertreten ist. Wie nun bekannt ist, Ana­sta­cia wurde Ende der letz­ten Woche zu Hause in den USA auf­grund eines Leis­ten­bruchs ope­riert und wird daher in den kom­men­den drei Wochen keine Kon­zerte geben können. Wie von R.SH bestä­tigt wurde, ist „auch Ana­sta­cia selbst tief ent­täuscht“.

Hinter den Kulissen wurde zwei Tage viel telefoniert und organisiert und ein adäquater Ersatz gefunden: Sänger Tim Bendzko wird am Freitagabend auf der RSH-Bühne an der Hörn stehen.

Tim Bendzko (Bild: Kai Stuth).

Tim Bendzko (Bild: Kai Stuth).

Tim Bendzko kann nicht nur Mails checken und dabei kurz die Welt retten – er rettet auch den Freitagabend auf der Kieler Woche. Der Echo-Preisträger und „Best German Act“ des MTV World Music Awards hat spontan seinen Auftritt für die kurzfristig operierte Anastacia zugesagt. Eigentlich erholten sich der Singer- / Songwriter und seine Band gerade im wohlverdienten Urlaub. Als der Anruf kam, war er jedoch sofort bereit, für die Kollegin einzuspringen und auf der R.SH-Bühne an der Hörn zu performen. Die Kieler Woche-Besucher können sich also auf Hits wie „Nur noch kurz die Welt retten“, „Wenn Worte meine Sprache wären“ und weitere Songs seines Nummer 1 Albums „Am seidenen Faden“ freuen. Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr. Auch an diesem Abend sichert frühes Kommen die besten Plätze.

Carsten Köthe übergab Spendengelder

„Carsten Köthe hilft helfen“ ist bereits seit vielen Jahren eine regelmäßige Weihnachtsspendenaktion von Radio Schleswig-Holstein. Auch wenn er selbst gerade aufgrund einer Krebserkrankung im Radio-Tagesgeschäft pausiert, ließ es sich der Moderator und Namensgeber der Charity-Aktion nicht nehmen, den Spendenscheck persönlich zu übergeben. Gemeinsam mit Dr. Michael Brandt von der Volksbank Lübeck konnte am Dienstag, dem 11. Februar eine Spende in Höhe von 256.444,66 Euro an die Verantwortlichen der schleswig-holsteinischen Krebsgesellschaft übergeben werden.

von links: Dr. Michael Brandt (Vorstandsmitglied der Volksbank Lübeck), Prof. Dr. med. Peter Dohrmann (Stellvertretender Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft), Prof. Dr. Frank Gieseler (Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft), Carsten Köthe, Jutta Grönhagen (ehrenamtliche Mitarbeiterin der Angehörigen Wohnung Kiel), Katharina Papke (Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft)

von links: Dr. Michael Brandt (Vorstandsmitglied der Volksbank Lübeck), Prof. Dr. med. Peter Dohrmann (Stellvertretender Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft), Prof. Dr. Frank Gieseler (Vorsitzender der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft), Carsten Köthe, Jutta Grönhagen (ehrenamtliche Mitarbeiterin der Angehörigen Wohnung Kiel), Katharina Papke (Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft)

„Die Schleswig-Holsteiner sind füreinander da, wenn ihre Hilfe gebraucht wird. Ich bin immer wieder tief beeindruckt von dieser Hilfsbereitschaft und freue mich jedes Jahr über das, was wir gemeinsam erreichen können“, freute sich der langjährige Moderator Köthe. Das Geld soll genutzt werden, um eine sogenannte „Angehörigenwohnung“ zu finanzieren. Vom 02. bis zum 6. Dezember 2013 stellte R.SH täglich die Geschichte ehemaliger Bewohner der Kieler Angehörigenwohnung vor, die von ihren Erfahrungen berichteten und anschaulich schilderten, was für eine große Unterstützung und Entlastung diese Einrichtung in solch schweren Zeiten ist. Dank der zahlreichen Spenden, werden in naher Zukunft auch in Lübeck Familienangehörige von Krebspatienten die Möglichkeit haben, kostenlos in einer Angehörigenwohnung zu wohnen, um ihren Verwandten während der Therapie nah zu sein.

„Wir sind tief beeindruckt von der unglaublichen Spendenbereitschaft“, so Katharina Papke, Geschäftsführerin der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, „es berührt uns wirklich sehr, dass es so vielen Menschen aus Schleswig-Holstein wichtig war zu helfen und was sie sich alles haben einfallen lassen, um dieses Projekt zu unterstützen. Mit diesen Spenden ist eine Angehörigenwohnung in Lübeck für die nächsten fünf Jahre finanziert und auch die Kosten für die Kieler Wohnung sollten für die nächsten fünf Jahre gedeckt sein.“ Auch Dr. Michael Brandt, Vorstandsmitglied der Volksbank Lübeck, zeigte sich überwältigt von der enormen Spendensumme. „`Carsten Köthe hilft helfen ́ ist eine tolle Aktion, für die wir uns seit vielen Jahren immer wieder gern engagieren. Es ist großartig, wie viele Schleswig-Holsteiner sich wieder an der Aktion beteiligt haben. Die Volksbanken Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein werden definitiv auch bei der nächsten Aktion wieder dabei sein“, so Brandt weiter.

Unter den vielen Spendern finden sich auch in diesem Jahr Familien, verschiedenste Firmen, Vereine und Einrichtungen. Darunter zum Beispiel die HSG Eiderstedt, die auf ihrer Weihnachtsfeier im Rahmen einer Versteigerung 125 Euro für die Aktion zusammenbekam. Oder die Veranstalter des Wacken Open Air, die 6.500 Euro und eines der legendären Wacken-Gemälde des Künstlers Jens Rusch spendeten sowie das Unternehmen „Dr. Peter Hartig“, das ganze 10.000 Euro für das Projekt spendete und viele andere Unternehmen, die in diesem Jahr auf Weihnachtspräsente und -karten für Kunden und Partner verzichtete und stattdessen 500 Euro für den guten Zweck übergaben. Es engagierten sich aber vor allem wieder viele Privatpersonen, wie Familie Brüchmann aus Krummbek, deren Kinder jeweils ein Teil ihres Taschengelds spendeten – Menschen, die für ihr eigenes Glück dankbar sind und anderen deshalb helfen möchten. Sie alle haben Geld gesammelt und für die gespendet, die Hilfe brauchen.

Nicht vergessen sollte man jedoch auch das Schicksal von Moderator Carsten Köthe selbst. Seit Jahren engagiert er sich für krebskranke Menschen, von der Charity-Aktion, die seinen Namen trägt, bis hin zum allerengsten Familienkreis – nun ist er selbst betroffen. Da bleibt nur, ihm alles Gute für die kommenden Monate zu wünschen, auf das er schon bald wieder hinter dem Mikrofon tätig sein kann und es im Winter 2014 wieder heißen kann: „Carsten Köthe hilft helfen“.

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