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„Public Viewing“ auf der Bühne des NDR zur Kieler Woche 2014

Es zeigt sich zwar gerade erst der Frühling in Bäumen und den Beeten der Vorgärten, doch wirft die Lieblingswoche der Kieler bereits lange Schatten. Die Kieler Woche wird auch 2014 wieder inmitten der Fußballweltmeisterschaft stattfinden und sicherlich für viel Begeisterung sorgen. Wenn die deut­sche Elf in Bra­si­lien das Grün betritt, laden NDR 2 und N‐​JOY zum Public View­ing an den Kie­ler Ost­see­kai ein. Das Beste daran: Sta­di­on­fee­ling ist auch bei reg­ne­ri­schem Wet­ter garan­tiert, denn erst­ma­lig bringt der NDR den „Sky­li­ner“ an den Ost­see­kai. Die Spiele wer­den am Sonn­abend, dem 21. Juni, und Don­ners­tag, dem 26. Juni gezeigt.

Mit dem „Sky­li­ner“ prä­sen­tiert der NDR eine Büh­nen­kon­struk­tion, die nicht nur die Bühne selbst, son­dern auch große Teile des Zuschau­er­be­reichs über­dacht. Das spe­zi­ell kon­stru­ierte Zelt­dach ist tages­licht­durch­läs­sig und bie­tet damit opti­male Bedin­gun­gen bei jeder Wetterlage.

   Ein­ma­lige Stim­mung beim „Public View­ing“ vor der NDR Bühne am Ost­see­kai ©NDR Keil.

Ein­ma­lige Stim­mung beim „Public View­ing“ vor der NDR Bühne am Ost­see­kai ©NDR Keil.

So kön­nen sich die Besu­cher des Public View­ings am Ost­see­kai auf ganz beson­dere Fuß­ball­abende freuen. Für die erste WM‐​Party am Kai sorgt NDR 2. Am Sonn­abend, 21. Juni, zeigt NDR 2 das Spiel Deutsch­land gegen Ghana live ab 21.00 Uhr auf zwei Video­wän­den. Schon ab 19.00 Uhr stimmt NDR 2 mit Mode­ra­tor Tor­ben Pöhls und DJ Harald Kohrt auf das Spiel ein. Und natür­lich wird nach der Über­tra­gung aus dem bra­si­lia­ni­schen For­ta­leza weitergefeiert.

Das zweite Public View­ing steht am Don­ners­tag, 26. Juni, an. N‐​JOY lädt zur Live‐​Übertragung des Spiels USA gegen Deutsch­land ein. Anpfiff ist um 18.00 Uhr. Zusätz­li­che Span­nung erhält das Match durch das Auf­ein­an­der­tref­fen der bei­den Trai­ner Joa­chim Löw und Jür­gen Klins­mann. 2006 schu­fen sie gemein­sam das Som­mer­mär­chen, bei der Begeg­nung in Bra­si­lien geht es für beide Teams um den Ein­zug ins Ach­tel­fi­nale. Das genaue N‐​JOY Pro­gramm für die­sen Abend wird noch bekannt gegeben.

Holstein Kiel holt ersten Punkt in der dritten Liga

Am Samstag war es endlich soweit – die KSV Holstein bestritt ihr erstes Spiel in der dritten Liga und holten sich im „Ostsee-Duell“ gegen Hansa Rostock beim Endergebnis von 0:0 den ersten Punkt. Vor lautstarken 13.400 Zuschauern hatten die Kieler Störche leichte spielerische Vorteile, erspielten sich aber wie der Gastgeber keine hundertprozentige Torchance. Bunt wurde es nur nach einer Stunde, als zunächst Hansa-Torwart Hahnel mit Rot und drei Minuten später Holsteins Marc Heider mit Gelb-Rot vom Platz mussten.

Vor knapp fünf Jahren waren Hansa und Holstein zum bislang einzigen Pflichtspiel im DFB-Pokal gegeneinander angetreten. Die Rostocker gewannen mit 2:0. Erinnerungen an das Duell dürfte auf Störche-Seite nur Tim Siedschlag haben, der als einziger schon damals das Trikot der Kieler trug. Dafür kehrte Marcel Schied an seine alte Wirkungsstätte zurück. Und Holstein-Coach Karsten Neitzel traf auf seinen gemeinsamen Trainer-Kollegen aus Bochumer Zeiten Andreas Bergmann.

Die ganz in Rot gekleideten Kieler Störche hatten die erste Chance der Partie. Nach einer verunglückten Kopfballabwehr des Rostockers Mendy kam Rafael Kazior Höhe des Elfmeterpunkts zum Abschluss (11.). Sein Drehschuss landete in den Armen von Hansa-Schlussmann Hahnel. Ohnehin schlug sich der Aufsteiger prächtig, stand kompakt in der Defensive und versuchte offensiv die Räume für Torgelegenheiten zu nutzen. Auf beiden Seiten fehlte vor dem Tor der letzte Schritt für einen gefährlichen Abschluss. Rostock konnte aus sechs Eckbällen kein Kapital schlagen. Auf Holsteiner Seite fand eine Wetter-Flanke keinen Abnehmer, waren einige Pässe in die Spitze zu optimistisch gespielt. Torlos ging es nach 45 von Zweikämpfen geprägten Minuten in die Kabinen.

Die Störche kamen nach dem Seitenwechsel aggressiver aus der Kabine und wirkten entschlossener, Zählbares zu erzielen. Marcel Schied war dicht dran an der Führung für Holstein, Torhüter Jörg Hahnel klärte den Ball mit der Hand, jedoch außerhalb des Strafraums. Rote Karte für den Hansa-Keeper. Die numerische Überlegenheit wehrte allerdings keinen weiteren Ballkontakt lang. Der bereits verwarnte Marc Heider führte den fälligen Freistoß ohne Freigabe von Schiedsrichter Bandurski aus und verließ mit Gelb-Rot das Feld. Rafael Kazior prüfte im Anschluss den gerade eingewechselten Torhüter Johannes Brinkies, der sowohl den strammen Freistoß um die Mauer als auch den Abpraller von Marcel Gebers parierte. (65.). Das Ostsee-Duell brachte aber mit Zehn gegen Zehn keinen echten „Hunterprozenter“ zustande. Der eingewechselte Jaroslaw Lindner überlupfte Schlussmann Johannes Brinkies aber auch das Tor (80.). Bis zum Abpfiff inklusive der vier Minuten Nachspielzeit fielen in der prallen Hitze ebenfalls keine Treffer, sodass beide Teams je einen Punkte mitnahmen. Holstein kann mit dem Spiel und dem Ergebnis zufrieden sein. Das Ziel, einen Punkt aus Rostock mitzunehmen, wurde erreicht.

Stimmen zum Spiel

Holstein-Trainer Karsten Neitzel: „Für uns waren heute zwei Dinge wichtig. Zum einen wollten wir zeigen, dass wir konkurrenzfähig sind und zum anderen wollten wir punkten. Wir können gut mit dem Ergebnis leben, auch wenn wir etwas näher am Tor dran waren als Rostock. Bekommt Marcel Schied den Ball in der 54. Minute weiter herumgezogen, steht Marc Heider alleine vor dem leeren Tor. Nach den Platzverweisen war das Spiel sehr zerfahren. Heidi hat übrigens vor dem Freistoß einen Pfiff gehört, allerdings war der nicht vom Schiedsrichter, der einige Meter hinter ihm stand, sondern aus dem Publikum. Ärgerlich, aber auch das müssen wir so hinnehmen.

Marcel Schied: „Hier war mehr drin. Ich habe keine Torchance von Hansa gesehen. Wir wussten nicht so richtig, wie diese neue Rostocker Mannschaft spielen wird, aber optisch waren wir hier überlegen. Letzten Endes müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein und diesen als Ausgangsbasis für unser erstes Heimspiel nehmen.

Hansa-Trainer Andreas Bergmann: „Nach den zwei Platzverweisen war das Spiel nicht mehr so gut. Beide Mannschaften waren müde und keiner ging mehr ein Risiko ein. Der Akku war am Ende einfach leer, aber bis dahin war es ein intensives Spiel. Wir haben noch viel zu tun. Es fehlt vor allem an Sicherheit im Aufbauspiel sowie Durchschlagskraft. Heute hatten wir keinen großen Tag, aber die Jungs haben bewiesen, dass sie Leistung zeigen wollen.

Die Aufstellung

Hansa Rostock: Hahnel – Mendy, Ruprecht, Pelzer, Radjabali-Fardi – Pekovic (67. Grupe) – Jakobs, Schünemann (75. Kucukovic), Haas, Blacha (63. Brinkies) – Savran. Trainer: Bergmann
Holstein Kiel: Riedmüller – Herrmann, Gebers, Wahl, Wetter – Krause, Danneberg – Siedschlag (90.+1 Sykora), Kazior (84. Johansen), Heider – Schied (69. Lindner). Trainer: Neitzel
Schiedsrichter: Bandurski (Oberhausen)
Tore: keine
Zuschauer: 13.400
Rote Karte: Hahnel (61., Handspiel außerhalb des Strafraums)
Gelb-Rote Karte: Heider (64.)

Karsten Neitzel neuer Cheftrainer bei Holstein Kiel

Viele Namen waren als potentielle Nachfolger des überraschend ausgeschiedenen Trainers Thorsten Gutzeit genannt worden. Am Dienstag, dem 18. Juni nun stellte der Vorstand der KSV Holstein den neuen Trainer für die Mannschaft der 1. Herren vor.

Der 1967 in Dresden geborene Karsten Neitzel wird ab sofort als neuer Cheftrainer auf dem Platz von Holstein Kiel stehen. Der 45-Jährige hat bei den Störchen einen bis zum 30. Juni 2015 datierten 2. Jahres-Vertrag unterschrieben.

Der ehemalige DDR-Oberliga-Spieler (Dynamo Dresden, Hallescher FC) sowie Bundesliga-Spieler der Stuttgarter Kickers und des SC Freiburg arbeitete in der Vergangenheit als Trainer in Freiburg, bei den Urawa Red Diamonds und zuletzt beim VfL Bochum.

„Ich freue mich darüber, dass es uns gelungen ist, Karsten Neitzel von unserem Weg und unserer Idee überzeugen zu können“, meinte Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bornemann. „Wir sind davon überzeugt, dass er uns helfen wird, die Mannschaft sportlich weiterzuentwickeln und den Verein in der 3. Liga zu etablieren“, so Bornemann.

Holstein Kiel – Kommt Holger Stanislawski?

Dem grenzenlosen Jubel folgt die akribische Arbeit: Kaum hatte der Fußballverein Holstein Kiel den direkten Aufstieg in die 3. Liga geschafft, verkündete der Erfolgscoach Thorsten Gutzeit seinen sofortigen Rücktritt. Unter den aktuell gehandelten Trainern befinden sich jedoch einige prominente Namen.

Mit bescheidenen Mitteln
Der frischgebackene Drittligist kann bei der Suche nach einem neuen Übungsleiter aber weder auf eine prall gefüllte Kasse noch auf eine gesteigerte sportliche Perspektive zurückblicken. Dazu fehlen den Störchen schlichtweg die Mittel. Dennoch werden rund um das Vereinsheim mit dem ehemaligen Bremer U23-Trainer Thomas Wolter sowie Lorenz-Günther Köstner einige bekannte Kandidaten gehandelt. Letztgenannter hatte den VfL Wolfsburg nicht nur in der Bundesliga, sondern sogar in der Championsleague betreut, verfügt also über die nötige Erfahrung für die langfristige Aufgabe in Kiel.

Kommt Holger Stanislawski?
Die favorisierte Option stellen aber weder Wolter noch Köstner dar. Wie bekannt wurde, soll sich mit Holger Stanislawski ein weiterer routinierter Coach in der Verlosung befinden. Der 43-Jährige hatte erst vor wenigen Wochen seinen Rücktritt beim 1. FC Köln verkündet und war zuvor bei der TSG Hoffenheim sowie dem FC St. Pauli tätig. Stanislawski verfügt über eine lange Vita als Trainer und Spieler. Jetzt zieht es ihn zurück in den Norden – eventuell auch zu Holstein Kiel, wo er den Aufbau des Kaders vorantreiben soll.