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Warleberger Hof ©Matthias Friedemann

Fördegalerie: Abendführung im Stadt- und Schifffahrtsmuseum

Warleberger Hof ©Matthias Friedemann

Warleberger Hof ©Matthias Friedemann

Noch bis zum 21. Oktober zeigt das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum eine ganz besondere Austellung: „Fördegalerie“ heißt sie und zeigt Bilder namhafter und weniger bekannter Künstler, die Landschaftsgemälde und Stadtansichten rund um Kiel geschaffen haben.

Eine gute Gelegenheit, die bald zu Ende gehende Ausstellung „Fördegalerie“ im Stadt- und Schifffahrtsmuseum anzusehen, bietet die Abendführung mit den beiden Kuratorinnen Dr. Doris Tillmann und Dr. Telse Wolf-Timm am Donnerstag, 9. Oktober.

Wandel der Stadt und Fördelandschaft

Quer durch die Epochen zeigt die Ausstellung Werke verschiedenster Künstler: Von Malern der Romantik, die das bewaldete Fördeufer als Motiv entdeckten über Bilder von vor dem Ersten Weltkrieg bis hin zu Nachkriegsdarstellungen des Wiederaufbaus und zum kritischen Blick der Neuen Realisten. Ein eindrucksvoller Einblick in den Wandel der Stadt und der Fördelandschaft der letzten 150 Jahre!

Weitere Informationen zur Abendführung

Im Mittelpunkt der Abendführung stehen die Werke bedeutender Marine- und Landschaftsmaler wie Hans Olde, Fritz Stoltenberg, Carl Saltzmann oder Harald Duwe.
Gestartet wird der Rundgang im Warleberger Hof und endet dann in der Anfang des Jahres frisch und aufwendig sanierten Fischhalle.
Treffpunkt für die Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Fördegalerie“ ist um 19 Uhr am Warleberger Hof, Dänische Straße 19.
Die Führung endet um 21 Uhr in der Fischhalle, Wall 65.
Die Kosten für die Teilnahme betragen 4 Euro.

Woche der Brüderlichkeit im März zu Gast in Kiel

Die „Woche der Brüderlichkeit“ hat Tradition: Zur Förderung des Dialogs zwischen Christen und Juden und zur Aufarbeitung des Holocausts hat der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit 1952 diese Festwoche ins Leben gerufen. Seitdem wird die Woche der Brüderlichkeit jährlich im März gefeiert und ist mittlerweile in Deutschland ein Symbol für das Miteinander und die starke Verbindung der Religionen. Die zentrale Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit findet immer in einer anderen Stadt der Bundesrepublik statt – am 9. März in der Landeshauptstadt Kiel.

„Ich bin stolz darauf, dass in diesem Jahr die Woche der Brüderlichkeit in Kiel stattfindet. Die Pflege des christlich-jüdischen Dialogs bedeutet mir sehr viel und ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Kiel als Gastgeberin hierzu einen wichtigen Beitrag leisten kann“, erklärte Stadtpräsident Hans-Werner Tovar bei der bundesweiten Auftaktpressekonferenz zur Woche der Brüderlichkeit am Donnerstag, dem 27. Februar.

Bei der zentralen Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit verleiht der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit traditionell die „Buber-Rosenzweig-Medaille“. Seit 1968 werden damit Personen, Institutionen oder Initiativen ausgezeichnet, die sich insbesondere um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben. Die Medaille wird in Erinnerung an die jüdischen Philosophen und Pädagogen Martin Buber und Franz Rosenzweig verliehen. In diesem Jahr erhält die Auszeichnung György Konrád für sein Engagement für eine freie Gesellschaft und gegen Rassismus und Antisemitismus insbesondere in seinem Heimatland Ungarn. Die Werke des Schriftstellers und Essayisten sind geprägt von einem Werben für ein Europa, dessen Seele sich den Werten von Freiheit und Frieden, Vielfalt und Toleranz verdankt.

Ein abwechslungsreiches Programm unter dem Motto „Freiheit-Vielfalt-Europa“

„Freiheit-Vielfalt-Europa“ – diesem Motto haben sich auch die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in diesem Jahr verschrieben. Neben einer Vielzahl von Lesungen, Führungen und Gottesdiensten gibt es auch eine Ausstellung im Kieler Rathaus, die dieses Thema aufgreift. Vom 10. März bis zum 28. März sind in Raum 184 im Rathaus, Fleethörn 9, Arbeiten des Kunstkursus der 13. Jahrgangsstufen des Beruflichen Gymnasiums des Regionalen Berufsbildungszentrums (RBZ) Wirtschaft Kiel zu sehen. Fotografisch begleitet wurde der Kunstkursus von der Klasse FDE12a der Berufsfachschule für Design, Schwerpunkt Foto, des RBZ Wirtschaft. Die Ausstellung zeigt meist dreidimensionale Werke, Fotos des Entstehungsprozesses der Arbeiten sowie Texte mit den jeweiligen Gedanken der jungen Künstlerinnen und Künstler zu ihrem Werk.

Mit der historischen Entwicklung jüdischen Lebens in Kiel beschäftigt sich ein Kursus an der Förde-vhs. Jeweils donnerstags am 13., 20, und 27. März von 18 bis 20 Uhr, in Raum C138 der Förde-vhs, Muhliusstraße 31, gibt Wolfgang Heise einen Einblick in „Jüdisches Leben in Kiel gestern und heute“. Die Teilnahmegebühr beträgt 29 Euro. Anmeldungen nimmt die Förde-vhs unter der Telefonnummer (0431) 901 5200, per E-Mail unter info@foerde-vhs.de oder im Internet unter www.foerde-vhs.de entgegen.

Einen Einblick, wie unterschiedlich die Situation der Juden in den einzelnen europäischen Ländern ist, gibt eine sechsteilige Vortragsreihe. Den Anfang machte am Montag, 24. Februar, Stephan J. Kramer, der mit seinem Vortrag „Gedanken zur Zukunft der Juden in Europa“ zu Gast im Kieler Rathaus war. Im Propsteisaal, Falckstraße 9, und dem Gemeindezentrum St. Nikolaus, Rathausstraße 5, werden dann in den nächsten Wochen weitere Vorträge zur Geschichte der Juden in Schleswig-Holstein, Polen, Litauen, Russland und der Ukraine folgen.

Ein Konzert der besonderen Art erwartet Musikfans am Sonntag, 1. Juni, um 20 Uhr im KulturForum im Neuen Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31. Rabbi Walter Rothschild präsentiert eine Auswahl seiner witzigsten Lieder und schlagfertigsten Texte. Unterstützt wird der Rabbiner, Autor und Kabarettist von der vierköpfigen Band „The Minyan Boys“.

Weitere Informationen

Wochenmärkte, Museumsöffnungszeiten und andere Termine rund um die Feiertage

Das Weihnachtsfest bestimmt in den kommenden Tagen nicht nur den familiären Terminkalender – alle Jahre wieder bringt es auch Öffnungszeiten und Termine der Stadtverwaltung durcheinander. Ämter und Einrichtungen wie die Stadtbücherei sind an Heiligabend nicht geöffnet.

Die Wochenmärkte auf dem Exerzierplatz, auf dem Leuchtturmplatz und auf dem Helmut-Hänsler-Platz werden vom ersten Weihnachtstag am Mittwoch, 25. Dezember, auf Heiligabend vorverlegt. An diesem Tag ist für alle Wochenmärkte um 12 Uhr Schluss. Die Wochenmärkte vom 2. Weihnachtstag entfallen.

Der Kieler Weihnachtsmarkt erstreckt sich über die ganze Innenstadt (Bild: ds).

Der Weihnachtsmarkt auf dem Asmus-Bremer-Platz bleibt bis zum Jahresende bestehen (Bild: ds).

Auf dem Holstenplatz schließen die Weihnachtsmarktbuden am 23. Dezember. Die Stände auf dem Asmus-Bremer-Platz gehen wieder in die Verlängerung und bleiben noch bis zum Jahresende stehen. Sie sind an Heiligabend bis 14 Uhr geöffnet und an den Feiertagen geschlossen.

Bereits zum 39. Mal sorgt das Choralblasen am Asmus-Bremer-Platz für festliche Stimmung: Vom Balkon der Kieler Nachrichten aus stimmt das Philharmonische Quartett am 24. Dezember um 12 Uhr die Kielerinnen und Kieler mit weihnachtlichen Chorälen auf die Festtage ein.

In Holtenau, Neumühlen-Dietrichsdorf und Suchsdorf verabschieden sich die Stadtteilbüchereien vom 23. Dezember bis 3. Januar in die Weihnachtsferien. Die Stadtteilbücherei Gaarden ist vom 23. Dezember bis 2. Januar geschlossen, die Stadtteilbücherei Friedrichsort vom 24. Dezember bis 2. Januar. Die Kinderbücherei Wik schließt zwischen dem 24. Dezember und 1. Januar ihre Türen.

Stadtgalerie und Stadtmuseum sind am 24. und 25. Dezember geschlossen. Am 2. Weihnachtsfeiertag kann in der Stadtgalerie Kiel von 11 bis 17 Uhr die Ausstellung zum Gottfried-Brockmann-Preis 2013 besucht werden. Um 15 Uhr wird eine Führung durch die Ausstellung angeboten. Der Warleberger Hof öffnet am 26. Dezember zwischen 10 und 17 Uhr seine Türen. Zu sehen gibt es hier die Ausstellungen „Liebes Christkind,…Weihnachtswünsche aus 150 Jahren“ und „Metamorphosen einer Werft“.

In der Schwimmhalle Gaarden bleiben die Becken am 24. und 25. Dezember leer. Am zweiten Weihnachtstag kann von 8 bis 18 Uhr gebadet und geschwommen werden. Die Schwimmhalle Schilksee ist aufgrund der jährlichen Grundreinigung noch bis zum 2. Weihnachtstag geschlossen. Die Förde-vhs macht vom 23. Dezember bis 3. Januar Weihnachtsferien. Am Montag, 23. Dezember, am Freitag, 27. Dezember, und am Montag, 30. Dezember, sind die Büros der Stadtentwässerung nicht besetzt. Störungen im öffentlichen Kanalnetz können über die kostenlose Störfallnummer 0800-0002093 gemeldet werden.

Weihnachtstage wirbeln Termine durcheinander

Viele Terminverschiebungen gibt es bei der Müllabfuhr. Die übliche Mittwoch-Abfuhr der Grauen, Braunen, Blauen und Gelben Tonnen wird vom ersten Weihnachtstag auf Heiligabend, 24. Dezember, vorgezogen. Entsprechend verschiebt sich der Abfuhrtermin von Dienstag, 24. Dezember, auf Montag, 23. Dezember. Die Montagsleerung der Abfalltonnen, Bioabfalltonnen und Papiertonnen erfolgt bereits am Sonnabend, 21. Dezember. Die Leerung der Gelben Tonnen wird sogar von Montag auf Freitag, 20. Dezember, vorgezogen. Nach dem Fest verschieben sich die Abfuhrtermine dann jeweils um einen Tag nach hinten: vom zweiten Weihnachtstag auf Freitag, 27. Dezember, und vom Freitag auf Sonnabend, 28. Dezember. Die ABK-Wertstoffhöfe und die Schadstoffsammelstelle sind an den Weihnachtstagen geschlossen.

 

Wer zwischen den Jahren die Einwohnermeldestelle oder die Kfz-Zulassungsstelle aufsuchen will, sollte etwas mehr Zeit mitbringen: An diesen Tagen kommt es erfahrungsgemäß zu größerem Besucherandrang. Für einen Nachmittagstermin (montags und dienstags bis 16 Uhr und donnerstags bis 18 Uhr) müssen sich die Kielerinnen und Kieler außerdem seit Anfang Dezember verbindlich anmelden. Im Internet auf www.kiel.de/terminvereinbarung kann ein Termin online reserviert werden.

Ausstellung an der Kieler Uni: Max Planck, Sohn der Stadt

Der 14. Dezember 1900 gilt als die Geburtsstunde der Quantentheorie. Aufgestellt wurde sie von dem aus Kiel stammenden Physiker Max Planck. Ihm zu Ehren haben Physikerinnen und Physiker der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nun eine Ausstellung zusammengestellt. Eröffnet wird sie von Kiels Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar am Samstag, 14. Dezember, im Physikzentrum der Kieler Universität – dem 113. Geburtstag der Theorie, die die Naturwissenschaften revolutionierte.

Brachten Max Planck gemeinsam „nach Haus“ zurück: (v.l.) Michael Bonitz und Frank Hohmann von der Universität Kiel mit einem Faksimile von Plancks Nobelpreis-Urkunde Copyright/Foto: CAU/Schimmelpfennig

Brachten Max Planck gemeinsam „nach Haus“ zurück: (v.l.) Michael Bonitz und Frank Hohmann von der Universität Kiel mit einem Faksimile von Plancks Nobelpreis-Urkunde
Copyright/Foto: CAU/Schimmelpfennig

Es war nur einer von vielen Vorträgen vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, den Max Planck an diesem Tag im Jahr 1900 hielt. Er präsentierte seine Resultate zur Strahlung des so genannten „Schwarzen Körpers“, insbesondere seine – zu jener Zeit noch völlig unverständliche – Hypothese der Quantisierung dieser Strahlung. Damals ahnten weder Planck noch seine Zuhörer, dass dieser 14. Dezember in die Geschichte eingehen sollte: Tatsächlich leitete Planck mit seiner „Quantenhypothese“ eine Revolution der Physik, der Chemie und der gesamten Naturwissenschaften ein. Nicht nur das: Seine Entdeckung wurde auch zum Auslöser einer Revolution der Technik, die zur heutigen Nanotechnologie – vom Handy über Computertechnik und Internet – geführt hat.

Ausstellung über den Physiker wird am 14. Dezember an der Uni Kiel eröffnet

Neben seinen wissenschaftlichen Leistungen, für die er unter anderem 1918 den Nobelpreis für Physik erhielt, hat sich Max Planck unschätzbare Verdienste um die gesamte deutsche Wissenschaft erworben. Nur durch sein überragendes internationales Ansehen war es nach dem zweiten Weltkrieg möglich, die Existenz der wichtigsten Forschungsinstitute in Deutschland zu sichern. Sein persönliches Engagement resultierte in der Gründung der Max-Planck-Gesellschaft. Aus diesen Gründen gedenken Wissenschaft und Politik in Deutschland Max Plancks in regelmäßigen Abständen auf großen Festveranstaltungen, zuletzt in Berlin im Jahr 2008, und das nächste Mal voraussichtlich zu Plancks 200. Geburtstag im April 2058.

Dass Planck in Kiel geboren wurde, ist für viele eher eine kuriose Randnotiz in seinem Lebenslauf. „Die wenigsten wissen, dass er darüber hinaus in Kiel von 1885 bis 1889 seine erste Professur innehatte und sich zeitlebens eine enge persönliche Bindung an Schleswig-Holstein und seine Heimatstadt bewahrt hat“, sagt Professor Michael Bonitz vom Institut für Theoretische und Astrophysik, unter dessen Leitung die neue Ausstellung aufgebaut wurde. Auch in Kiel wurde Planck zu seinem 150. Geburtstag 2008 in vielen Veranstaltungen und Festvorträgen gewürdigt. Damals entstand auch die Idee, Max-Planck, der Ehrenbürger der Stadt und Ehrensenator der Universität ist, in Kiel eine dauerhafte Ehrung zuteil werden zu lassen, indem man ihm ein Museum widmet.

Eine Ausstellung organisiert sich nicht von allein: (v.l.) Frank Hohmann, Svenja Jensen, Michael Bonitz, Sebastian Hermanns, Jürgen Holz und Kai Hansen stellten die neue Max Planck-Ausstellung im Kieler Physikzentrum zusammen. Copyright/Foto: CAU/Schimmelpfennig

Eine Ausstellung organisiert sich nicht von allein: (v.l.) Frank Hohmann, Svenja Jensen, Michael Bonitz, Sebastian Hermanns, Jürgen Holz und Kai Hansen stellten die neue Max Planck-Ausstellung im Kieler Physikzentrum zusammen.
Copyright/Foto: CAU/Schimmelpfennig

Ein erster Schritt dazu ist jetzt getan. In der Ausstellung im Physikzentrum der Kieler Universität werden zum einen Plancks Lebensweg und seine vielfältigen Beziehungen zu Kiel dargestellt – belegt durch viele interessante Dokumente, die in den Archiven von Stadt und Land ausfindig gemacht wurden. Zum anderen befasst sich die Ausstellung mit Plancks wissenschaftlicher Entdeckung des Strahlungsquantums und ihren Folgen für die Naturwissenschaften und darüber hinaus mit den Forschungen aus seiner Kieler Zeit. „Die Ausstellung richtet sich damit sowohl an Studierende, Schülerinnen und Schüler, die sich für Naturwissenschaft und Technik interessieren, sowie an alle Bürgerinnen und Bürger, die mehr über den hochinteressanten Lebensweg des Physikers erfahren wollen“, so Bonitz weiter. Viele hochwertige Exponate wurden den Kielerinnen und Kielern von der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) zur Verfügung gestellt. Dazu kommen einige Originaldokumente aus dem Archiv der MPG, die bis Ende Februar 2014 gezeigt werden.

Zur Ausstellungseröffnung am 14. Dezember um 10 Uhr im Physikzentrum, Leibnizstraße 13 bis 19, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Programm am Eröffnungstag sind auf der Webseite http://www.theo-physik.uni-kiel.de/~bonitz/planck.html zu finden.

Michel aus Lönneberga zu Gast im Kieler Rathaus

iconEr ist eine der bekanntesten und beliebtesten Figuren der Kinderliteratur und seine Streiche bringen immer neue Generationen von Leserinnen und Lesern zum Lachen: Der Lausejunge Michel aus Lönneberga, der vor genau 50 Jahren von der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren erfunden wurde. Anlässlich dieses Jubiläums wird die Ausstellung „Der Weg zu Michel. Astrid Lindgren & Björn Berg“ mit Originalillustrationen der schwedischen Bücher vom 3. bis 20. Dezember (montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 15 Uhr) in Raum 184 des Kieler Rathauses gezeigt.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Zeichnungen des Bildkünstlers Björn Berg, der Michel in den Büchern von Anfang an seine Gestalt gab. Astrid Lindgren hatte ihn ausgewählt, nachdem sie Arbeiten von ihm gesehen hatte.

Zum Vorbild für die Figur des kleinen Emils – so lautet Michels Name im schwedischen Original – wurde Bergs eigener Sohn Torbjörn. Um auch die Atmosphäre des Handlungsortes gut wiedergeben zu können, verbrachte Björn Berg einen ganzen Sommer mit Detailstudien in Småland.

Die Ausstellung, die zuvor auch schon in Astrid Lindgrens Heimatort Vimmerby gezeigt wurde, macht erstmals mehr als 30 Originalzeichnungen der Öffentlichkeit zugänglich.

Sie ist eine Zusammenarbeit von Bildmakarna Berg AB, Astrid Lindgrens Näs, Saltkråkan AB, des Schwedischen Honorarkonsulats in Kiel und der Schwedischen Botschaft in Berlin mit Unterstützung von Aspire Mobile.

PROVIEH-Ausstellung im Kieler Freilichtmuseum Molfsee

Am Samstag, 15. Juni, können sich Interessierte bei einer Führung im Freilichtmuseum Molfsee über die Haltungsbedingungen von Kühen, Schweinen und Hühnern informieren. Bild: provieh

Am Samstag, 15. Juni, können sich Interessierte bei einer Führung im Freilichtmuseum Molfsee über die Haltungsbedingungen von Kühen, Schweinen und Hühnern informieren. Bild: provieh

40 Jahre im Einsatz für den Tierschutz: PROVIEH – VgtM e.V. feiert Jubiläum – Öffentliche Führung im Freilichtmuseum Molfsee

Vor 40 Jahren gründeten Margarete und Olga Bartling PROVIEH, den Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. Zum Geburtstag am Samstag, den15. Juni, lädt der Verein alle Interessierten um 14.00 Uhr zu einer Führung im Freilichtmuseum Molfsee ein.

Wie viele Liter gibt eine „Hochleistungsmilchkuh“ täglich? Wie eng werden Schweine in modernen Agrarfabriken in Kastenständen gehalten und wie viele Masthühner auf einem Quadratmeter?

Das und einiges mehr können Besucher bei der Führung durch das Freilichtmuseum Molfsee erfahren. Am Milchjoch kann beispielsweise auch am eigenen Leib ausgetestet werden, ob man seine Kräfte mit einer Milchkuh messen kann. „Die weltweite Produktion von Fleisch und Milch steigt jährlich immer weiter an, mit fatalen Folgen für die Nutztiere“, sagt Stefan Johnigk, Geschäftsführer von PROVIEH. „Die Führung in Molfsee soll zeigen, dass Nutztierschutz noch lange nicht museumsreif ist – die Probleme sind aktueller denn je.“

Fünf „Brennpunkte“ mit verschiedenen Aktionen zum Mitmachen, Foto- und Plakatausstellungen hat PROVIEH dafür im Museum eingerichtet. Neben der Haltung der Tiere geht es unter anderem auch um Tipps für Verbraucher beim Kauf tierischer Produkte. Gäste können sich zudem über aktuelle Kampagnen des Vereins wie „Ein Ferkelnest für jede Sau“ und über artgemäße Haltungsformen informieren. Wer PROVIEH-Tierschutztrainer werden will, findet bei der Führung die richtigen Ansprechpartner. Kinder kommen bei den Aktionen im Museum ebenfalls nicht zu kurz: Sie dürfen sich einmal wie glückliche Schweine benehmen, im Stroh wühlen und Süßigkeiten entdecken sowie beim Glücksrad ihr Tierschutzwissen testen.

Das Wichtigste in Kürze:

Öffentliche Führung:

Wann: 15. Juni 2013 um 14.00 Uhr
Wo: Hamburger Landstraße 97, 24113 Molfsee
Treffpunkt: Eingang Freilichtmuseum Molfsee

Stadtgalerie zeigt zum Jubiläum Einblicke in die Sammlung

Seit nunmehr 25 Jahren besteht die Stadtgalerie Kiel. Von ihrer Gründung im Jahr 1988 war sie bis zum Jahr 2000 im Sophienhof untergebracht, dann zog sie in die heutigen Räume im Neuen Rathaus. Jetzt feiert sie ihr Jubiläum mit einer umfangreichen Präsentation ihrer Kunstsammlung, die wegen der dort regelmäßig stattfindenden Wechselausstellungen zur zeitgenössischen Kunst nicht ständig zu sehen ist. Nachdem die Sammlung bereits 1999, 2001 und zuletzt 2006 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, stehen in dieser Jubiläumsausstellung vor allem Neuerwerbungen und Schenkungen aus den vergangenen zehn Jahren im Focus.

„Unsere Kunst – Eure Kunst 2013. Einblicke in die Sammlung der Stadtgalerie Kiel“ heißt es daher vom 20. April bis zum 30. Juni in der Stadtgalerie Kiel, Andreas-Gayk-Straße 31. Zur Eröffnung am Freitag, dem 19. April sprachen Oberbürgermeisterin Dr. Susanne Gaschke, der ehemalige Kulturdezernent Rolf Johanning, der ehemalige Leiter der Stadtgalerie Dr. Knut Nievers, der Vorsitzende des Fördervereins der Stadtgalerie Kiel Reinhard Take und Stadtgaleriedirektor Wolfgang Zeigerer.

Eckpunkte der Ausstellung

Anhand der ansonsten im Magazin „versteckten“ Sammlung der Stadtgalerie Kiel lassen sich wichtige Stationen der jüngeren kielerischen und schleswig-holsteinischen Kunstgeschichte ablesen. Zunehmend ergänzt und bereichert überregionale und internationale Kunst die Sammlung, die mit ihren älteren Beständen aus dem Kunstbesitz der Landeshauptstadt Kiel hervorgegangen ist. Mit Beginn der Ausstellungstätigkeit der Stadtgalerie Kiel 1988 wurde ein Erwerbungskonzept nach musealen Gesichtspunkten entwickelt. Auch war es möglich geworden, aus den Ausstellungen der Stadtgalerie Kiel heraus Kunst zu erwerben.

Mittlerweile repräsentiert die Sammlung die Kunstrichtungen der Avantgarden des 20. Jahrhunderts und es ist inzwischen eine beträchtliche Anzahl von Kunstwerken aus dem 21. Jahrhundert hinzugekommen. Jüngste Ankäufe umfassen Arbeiten von überwiegend in Norddeutschland tätigen Künstlerinnen und Künstlern, von Preisträgerinnen und Preisträgern des alle zwei Jahre in Kiel stattfindenden Gottfried-Brockmann-Preises und auch von Teilnehmerinnen und Teilnehmern an den Ausstellungen der Stadtgalerie zur Kunst aus den Ostseeanrainerstaaten. Die Kooperation der Stadtgalerie Kiel mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Ostseeraum hat sich zu einem Alleinstellungsmerkmal innerhalb Deutschlands entwickelt.

Die Jubliäumsschau zeigt also keinen Querschnitt des gesamten Kunstbestandes sondern konzentriert sich dieses Mal in erster Linie auf die wichtigsten Werke, die seit 2003 hinzugekommen sind. Doch auch bedeutende Werke, die schon länger im Bestand sind, werden präsentiert, beispielsweise die berühmte „Koffermauer – Klagemauer“ des in Kiel geborenen Künstlers Raffael Rheinsberg. Er hat die Installation, die er als ein Mahnmal versteht, erstmals im Jahr 1978 in der unteren Dänischen Straße aufgestellt. Anschließend war sie auf Plätzen in den Innenstädten von Berlin und München zu sehen, bis die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein sie für die Sammlung der Stadtgalerie Kiel im Jahr 1993 erwarb. Zuletzt war sie vor zehn Jahren anlässlich der großen Rheinsberg-Retrospektive im Jahr 2003 in der Stadtgalerie zu sehen. Die Jubiläumsschau würdigt auch Weggefährten von Rheinsberg: Die Gruppe Kielywood um die Künstler Ioerg B. und Jaro Boro ist ebenso mit Arbeiten vertreten.

Weitere Informationen

  • Die Ausstellung zeigt 100 Arbeiten, sie beschränkt sich auf Installationen, Gemälde, Skulpturen und Videoarbeiten.
  • Zur Ausstellung erscheint ein Bildband, der 74 Arbeiten aus der Sammlung der Stadtgalerie Kiel vorstellt.
  • Öffnungszeiten: Dienstag 10-17 Uhr, Mittwoch 10-20 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr, Freitag 10-17 Uhr, Sonnabend 11-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr.
  • 1. Mai, Himmelfahrt (9. Mai), Pfingstsonntag (19. Mai) und Pfingstmontag (20. Mai) geöffnet.
  • Während der Kieler Woche 2013 (22. bis 30. Juni) täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei – Mitglieder des Fördervereins der Stadtgalerie Kiel haben freien Eintritt, www.foerderverein-stadtgalerie-kiel.de
  • Führungen donnerstags 17 Uhr sowie nach Vereinbarung – für Gruppen Telefon (0431) 901-3411, für Schulklassen Telefon (0431) 901-3409