Sommeroper-Star Jesus Garcia einmalig in „La Traviata“

Der international gefragte amerikanische Tenor Jesus Garcia, den die Kielerinnen und Kielern aus »Tosca« sowie »Der Troubadour« bekannt, singt in »La Traviata« einmalig an der Kieler Oper. Jesus Garcia ist an der Förde fest mit der Kieler Sommeroper-Produktion verbunden. Nach dem grandiosen Auftakt im Jahr 2012 sang der Tenor in »Tosca« den Cavaradossi, gefolgt vom Manrico in »Der Troubadour« im August dieses Jahres. Beide Auftritte waren ein voller Erfolg für den Solisten und auch die Kieler Sommeroper.

Jesus Garcia als Manrico (in »Der Troubadour«) Bild: Olaf Struck.

Jesus Garcia als Manrico (in »Der Troubadour«) Bild: Olaf Struck.

Am kommenden Freitag feiert der gebürtige Amerikaner eine weitere Premiere in Kiel: Jesus Garcia wird das erste Mal im Opernhaus sein musikalisches Können darbieten – als Alfredo Germont in »La Traviata«.
Filmfans der 90er kennen »La Traviata« aus einer der zeitlosen Romantikkomödien: Richard Gere lädt als Geschäftsmann die Prostituierte (Julia Roberts) in die Oper ein. Sie sehen »La Traviata«. Sie weint vor Rührung, er tröstet sie mit den Worten: »Wer bei dieser Oper nicht weint, ist kein Mensch«. Prostituierte trifft große Liebe: in ge- wisser Weise stellt der Film »Pretty Woman« ein Remake von Verdis Oper dar. Mit »La Traviata« wählte Verdi einen Gegenwartsstoff ganz ohne Mord und Totschlag, ohne Kriegschöre, Säbelrasseln, Rachearien und Flüche. Stattdessen unternimmt er eine musikalische Seelenbeschreibung, eine Reise ins Innere der totkranken Edel-Kurstisane Violetta Valery – und komponierte eine seiner gefühlvollsten Partituren mit hohen »Ohrwurm«-Qualitäten.

Hintergrundinformationen

Musikalische Leitung Leo Siberski
Regie Uwe Schwarz
Ausstattung Heiko Mönnich (basierend auf einer Konzeption von Thomas Wünsch)
Mit Ekaterina Isachenko, Kristina Fehrs, Jesus Garcia, Tomohiro Takada, Christoph Woo, Timo Riihonen, Salomon Zulic del Canto, Juliane Harberg, Lubomir Georgiev.

Über Jesus Garcia
Jesus Garcia stammt aus Houston und studierte in Philadelphia. Ein aufgehender Stern am Opernhimmel zu sein, genügte ihm nicht. Er träumte von selbst geschriebener und produzierter Musik, die nichts mit Oper und klassischem Gesang zu tun haben sollte. Um diesen Traum zu verwirklichen, zog er sich vorübergehend aus dem Opernbereich zurück. Denn es sei das eine, das Instrument für die künstlerischen Vorstellungen anderer Leute zu sein; etwas ganz anderes aber sei es, eigene Projekte zu kreieren. Aber die Oper ließ ihn doch nicht los. Jesus Garcia wurde mit Auszeichnungen und Preisen geradezu überschüttet, so erhielt er unter anderem 2003 den Tony Award für seine Inter- pretation des Rodolfo in Baz Luhrmanns Broadway-Produktion von Puccinis La Bohème. Rodolfo sang er mittlerweile in etlichen Produktionen, unter anderem in Prag, Bordeaux, Neuseeland und in Rio de Janeiro. Außerdem gewann er Preise in den Internationalen Gesangswettbewerben George London, Licia Albanese und Marquerite McCammon, dem Nationalen Wettbewerb der Metropolitan Opera New York sowie in Placido Domingos Internationalem Gesangswettbewerb Operalia.

Weitere Informationen

  • Sommeroper-Star Jesus Garcia einmalig in »La Traviata«
  • Freitag, 8. November, 20.00 Uhr
  • Opernhaus
  • Karten für 7,30 € – 47,20 € unter (0431) – 901 901

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Wahl-Kielerin.